Tarifstreit : Erste Verhandlungen bei der Bahn erfolglos

Das erste Treffen der Streikschlichter und ehemaligen CDU-Spitzenpolitiker Heiner Geißler und Kurt Biedenkopf mit Vertreten der Deutschen Bahn und der Lokführergewerkschaft GDL verlief ergebnislos. Das Gute: Während den laufenden Verhandlungen wird es keine Streiks geben.

Frankfurt/MainIm Tarifkonflikt bei der Deutschen Bahn ist das erste Vermittlungsgespräch nach mehreren Stunden ohne erkennbare Ergebnisse beendet worden. Die als Vermittler eingeschalteten früheren CDU-Spitzenpolitiker Heiner Geißler und Kurt Biedenkopf sowie die Vertreter der Bahn und der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hatten vereinbart, über den Inhalt ihrer Gespräche und über den weiteren Zeitplan Stillschweigen zu bewahren.

Schon vor der Begegnung in einem Frankfurter Hotel waren die Erwartungen gedämpft worden: Es sei "unrealistisch, heute mit einem Durchbruch zu rechnen", hatte ein GDL-Sprecher gesagt. Eine Mediation könne nicht innerhalb weniger Stunden einen Tarifkonflikt lösen, der schon seit Wochen schwele. Dazu seien mehrere Gespräche nötig. Am ersten Tag sollten lediglich die Positionen ausgetauscht werden, möglicherweise werde man einen Zeitplan für weitere Treffen vereinbaren.

Solange die Vermittlungsbemühungen laufen, verzichtet die GDL auf Streiks. Die Gewerkschaft hatte zugesagt, bis zum 27. August nicht zu streiken. Die GDL fordert einen eigenen Tarifvertrag für ihre Mitglieder und 31 Prozent höhere Einkommen. Auf den gesonderten Tarifvertrag will sie nicht verzichten, über die Einkommensforderung aber mit sich reden lassen. Die Bahn lehnt einen separaten Tarifvertrag ab. (mit dpa)

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben