Tarifstreit im öffentlichen Dienst : Verhandlungsrunde in Potsdam läuft

Arbeitgeber und Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes sind am Dienstag in Potsdam zu der womöglich entscheidenden Verhandlungsrunde zusammengekommen.

Arbeitgeber und Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes sind am Dienstag in Potsdam zusammengekommen - und verhandeln hinter verschlossenen Türen.
Arbeitgeber und Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes sind am Dienstag in Potsdam zusammengekommen - und verhandeln hinter...Foto: dpa

Gewerkschaften und Arbeitgeber ringen in Potsdam weiter um eine Lösung im Tarifstreit für die 2,1 Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen. Teilnehmer beider Seiten wollten sich am Dienstagmittag nicht darauf festlegen, ob noch im Tagesverlauf eine Einigung erreicht werden kann.

Auch wollten weder Arbeitgeber noch Arbeitnehmer von Fortschritten sprechen. Die am Montag begonnene Verhandlungsrunde unter der Leitung von Bundesinnenminister Thomas de Maiziere und Verdi-Chef Frank Bsirske waren am frühen Morgen in kleiner Runde fortgesetzt worden. Für den Mittag standen Beratungen der großen Verhandlungskommission sowie der Tarifkommission von Verdi an.

Verdi und der Beamtenbund fordern eine Gehaltserhöhung von 3,5 Prozent

Verdi und der Beamtenbund fordern für die Beschäftigten ein Gehaltsplus von 100 Euro pro Monat und zusätzlich eine Erhöhung um 3,5 Prozent. Insgesamt bedeutet dies einen Lohnzuwachs von rund sieben Prozent. Beschäftigte im öffentlichen Nahverkehr sollen nochmals 70 Euro im Monat zusätzlich erhalten. Gelingt keine Einigung in dritter Verhandlungsrunde, steht ein Schlichtungsverfahren bevor. Die Gefahr ist groß, dass es dann zu einem unbefristeten Arbeitskampf kommt, der weite Teile des öffentlichen Lebens lahmlegen könnte.

Vor den Gesprächen hatten sich beide Seiten kompromissbereit gezeigt. Als ein Knackpunkt gilt aber weiter der von Verdi geforderte Sockelbetrag von 100 Euro pro Monat, der als soziale Komponente gerade unteren Einkommen helfen soll. Aus Verhandlungskreisen verlautete, die Arbeitgeber machten sich für eine Einmalzahlung stark. Bsirske hat dies jedoch abgelehnt. Reuters

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