TARIFSTREIT : Neues Angebot für die Lokführer

100 PROZENT LOHN



Die Deutsche Bahn versucht, einen Streik der Lokführer doch noch abzuwenden. Dazu hat sie der Gewerkschaft GDL am Dienstag ein neues Angebot geschickt: Lokführer, die in Folge eines „traumatischen Ereignisses“ in ihrem Job nicht mehr arbeiten können, sollen 100

Prozent ihres bisherigen Lohns weiter gezahlt bekommen. Betroffen sind Lokführer, die mit ihrem Zug einen Selbstmörder überfahren haben. Bislang bekommen Betroffene nur 80 Prozent des bisherigen Lohns, wenn sie berufsunfähig sind, und können auf eine andere Stelle im Konzern wechseln. Die GDL fordert von der Bahn, eine Versicherung für diesen Fall abzuschließen und die Beiträge zu übernehmen. Ein solches Angebot gebe es auf dem Markt aber nicht, warf das Unternehmen ein. Allerdings will die Bahn den Lokführern eine Jobgarantie geben, obwohl die GDL dies gar nicht verlangt. Wer eine alternative Beschäftigung ausschlägt, soll eine Abfindung erhalten, die so bemessen ist, dass für drei Jahre 80 Prozent des bisherigen Nettolohns garantiert sind.

DIE GDL PRÜFT

Die Gewerkschaft äußerte sich noch nicht dazu, wie sie das Angebot bewertet. Ein Funktionär sagte, die Offerte diene wohl auch dazu, „Druck auszuüben“. Wann mit einer Antwort zu rechnen ist, ließ die GDL offen. Bislang hatte sie gedroht, ab dem

16. Januar Arbeitskämpfe zu organisieren, auch in der Hauptstadtregion. Die Bahn forderte Verhandlungen über das Angebot noch im Januar. brö

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