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Tarifstreit : Vorerst kein Streik bei Air Berlin

Passagiere der Fluggesellschaft Air Berlin müssen vorerst nicht mit Ausfällen rechnen. Der angedrohte Ausstand der Piloten ist bis Ende kommender Woche vom Tisch.

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Zumindest bis Ende kommender Woche müssen Passagiere der Fluglinie Air Berlin nicht mit Ausfällen durch Pilotenstreiks rechnen. Die zweitgrößte Fluggesellschaft und die Verhandlungsführer der Pilotenvereinigung Cockpit (VC) haben vereinbart, ihre direkten Gespräche am Mittwoch, den 1. Dezember wieder aufzunehmen.

Das bestätigten Sprecher beider Seiten dem Tagesspiegel am Mittwochnachmittag. Cockpit-Sprecher Jörg Handwerg sagte, seine Organisation wolle bis dahin „in Ruhe“ die schriftliche Begründung eines Urteils studieren, das das Arbeitsgericht Frankfurt am Main am Vorabend erlassen hatte. Das Gericht erließ auf Antrag der Gesellschaft eine einstweilige Verfügung, womit Cockpit untersagt wurde, Air-Berlin-Piloten zu Streiks aufzurufen. Das Gericht sah keinen Grund, der konkret genug war, um einen Arbeitskampf zu rechtfertigen.

Die Vereinigung Cockpit müsste jetzt theoretisch einen neuen Beschluss unter ihren Mitgliedern herbeiführen, um erneut streiken zu dürfen. So eilig hat es die Gewerkschaft aber offenbar nicht. „Unser Ziel ist es nicht, zu streiken, sondern ein Tarifergebnis zu erzielen“, sagte Handwerg weiter. In dem seit fast zwei Jahren dauernden Konflikt geht es weniger um Gehaltsfragen als um die künftigen Arbeit- und Bereitschaftszeiten der Air-Berlin-Piloten.

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