Tarifverhandlungen : Bahn-Gewerkschaften sind kampfeslustig

Vor den erneuten Gesprächen zwischen der Deutschen Bahn und den Gewerkschaften verlangen die Arbeitnehmer ein neues Angebot des Unternehmen. Sonst wären die morgigen Gespräche "schnell beendet".

Vor der dritten Runde der Tarifverhandlungen bei der Deutschen Bahn haben die Gewerkschaften den Konzern nochmals zu einem höheren Angebot aufgefordert. Sollte dies nicht geschehen, würden die Gespräche an diesem Samstag "ein schnelles Ende haben", sagte Transnet-Vorstandsmitglied Alexander Kirchner am Freitag in Berlin. In diesem Fall wollen die Gewerkschaften Transnet und GDBA am Sonntag über erste Warnstreiks beraten. Die Friedenspflicht endet am Samstag um 24.00 Uhr. Die kleinere Lokführergewerkschaft GDL hat bereits Arbeitsniederlegungen angekündigt. Am Montag will sie über Details informieren.

Transnet-Vorstand Kirchner nannte das bisherige Angebot für die rund 134.000 tarifgebundenen Beschäftigten "geradezu beschämend". Es bedeute auf zwölf Monate gerechnet eine Einkommenserhöhung von etwa 1,6 Prozent. Transnet und die GDBA verlangen 7,0 Prozent.

Bahn-Personalvorstand Margret Suckale appellierte an die Gewerkschaften, "konstruktiv und mit Augenmaß" zu verhandeln und damit einen Streik abzuwenden. Das am Dienstag vorgelegte Angebot lasse die Bahnmitarbeiter am wirtschaftlichen Erfolg teilhaben. Es sieht eine Einkommenserhöhung von jeweils 2,0 Prozent zum 1. Januar 2008 und zum 1. Juli 2009 vor sowie eine Einmalzahlung von 300 Euro für die Monate Juli bis Dezember 2007.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben