Tarifverhandlungen gescheitert : Warnstreiks im öffentlichen Dienst

Die Tarifverhandlungen sind am Donnerstag Abend geplatzt, jetzt kündigt die Gewerkschaft Verdi eine härtere Gangart an: Es soll Warnstreiks geben. Unklar ist, welche Regionen oder Bereiche betroffen sein werden - es könnte aber schon am Montag losgehen.

Die Bürger müssen sich auf Warnstreiks einstellen.
Die Bürger müssen sich auf Warnstreiks einstellen.Foto: dpa

Die Bürger müssen sich in den kommenden drei Wochen auf Warnstreiks im öffentlichen Dienst der Länder einstellen. Das kündigte die Gewerkschaft Verdi nach einer ergebnislosen zweiten Runde der Tarifverhandlungen für die rund 800 000 Angestellten der Länder am Donnerstag in Potsdam an. „Ich erwarte Warnstreiks der Beschäftigten“, sagte Verdi-Chef Frank Bsirske. Details nannte er nicht. Welche Größenordnung die Aktionen haben und welche Regionen und Bereiche betroffen sein könnten, blieb zunächst unklar.

Die Arbeitgeberseite hatte in der zweiten Runde erneut kein Angebot vorgelegt. Die Gespräche wurden ohne Ergebnis unterbrochen. Die Streikaktionen sollen nun Druck auf die Länder machen für die nächsten Gespräche, die am 7. und 8. März in Potsdam anstehen.

In den Ausstand dürften unter anderem angestellte Lehrer treten. Die Lehrergewerkschaft GEW sagte, Warnstreiks seien hier bereits ab Montag möglich. Sie kündigte Streiks in allen Bundesländern an.

Möglich wären aber auch Arbeitsniederlegungen von Straßenwärtern, Verwaltungsangestellten oder Mitarbeitern an Universitätskliniken. Dann müssen die Bürger mit Unterrichtsausfall an Schulen oder Einschränkungen beim Winterdienst auf den Straßen rechnen. (dpa)

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