Tarifverhandlungen : IG Metall droht mit wochenlangen Flächenstreiks

Auf eine schnelle Tarifeinigung hat Gewerkschaftsvize Berthold Huber nur noch "geringe Hoffnungen". Dabei kündigte er Warnstreiks ab dem 29. April an.

Düsseldorf - In den festgefahrenen Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie droht die IG Metall mit hartem Arbeitskampf. Die Streikkasse reiche "für mehrere wochenlange Flächenstreiks hintereinander", gibt sich Berthold Huber Medienberichten zufolge kampfbereit. Er will lediglich die Friedensfrist abwarten. "Wir werden uns nicht in weiteren wochenlangen Verhandlungen aufreiben lassen und sehr schnell, wahrscheinlich schon am 29. April, mit Warnstreiks beginnen."

In der ersten Mai-Hälfte würden die Warnstreiks flächendeckend auf alle Branchen vom Maschinenbau bis zur Automobilindustrie ausgedehnt, sagte der Gewerkschafter. Zugleich machte er Verhandlungsbereitschaft der IG Metall deutlich: "Uns ist klar, dass ein Tarifabschluss immer ein Kompromiss ist." Die Frage der Laufzeit des Tarifvertrags etwa sei für seine Gewerkschaft "kein Tabu". Unnachgiebig bleibt die IG Metall jedoch bei ihrer Forderung von 6,5 Prozent mehr Lohn. Das Angebot der Arbeitgeber von 2,5 Prozent mehr Lohn plus einem Konjunkturzuschlag von einem halben Prozent lehnt die Gewerkschaft als "völlig unzureichend" ab. (tso/AFP)

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