Tarifverhandlungen : Im öffentlichen Dienst geht's jetzt ums Ganze

Die Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst gehen an diesem Freitag in die letzte und womöglich entscheidende Phase. Die Gespräche drohen allerdings zu scheitern. Dann kämen Schlichter ins Spiel.

PotsdamAm Donnerstag hatten Arbeitgeber und Gewerkschaften auch nach acht Stunden noch keine Annäherung ihrer Positionen erreichen können. Die Verhandlungen waren begleitet von massiven Warnstreiks wieder aufgenommen worden. Ein von den Gewerkschaften gefordertes neues Angebot der Arbeitgeber war ausgeblieben. Auf beiden Seiten wurde auch ein baldiges Scheitern der Verhandlungen für möglich gehalten. Dann käme es zu einem Schlichtungsverfahren.

Der von der Verdi benannte Schlichter und ehemalige Oberbürgermeister von Hannover, Herbert Schmalstieg, rechnet mit einer baldigen Lösung: "Jeder, der eine Aufgabe übernimmt, wird versuchen, diese zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen. Aufgaben sind dazu da, dass sie gelöst werden", sagte der frühere SPD-Politiker den "Stuttgarter Nachrichten". Er und der frühere baden-württembergische Ministerpräsident Lothar Späth, der von den Arbeitgebern benannt worden sei, "würden sehr zügig schlichten".

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und die Tarifunion des Beamtenbundes dbb verlangen für die 1,3 Millionen Tarifangestellten des Bundes und der Kommunen acht Prozent mehr Geld, mindestens aber 200 Euro im Monat. Die Arbeitgeber boten bislang fünf Prozent, allerdings verteilt auf zwei Jahre und bei einer Verlängerung der Wochenarbeitszeit. (mhz/dpa)

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