TechCrunch Disrupt 2017 : Digitalkonferenz kommt von London zurück nach Berlin

Nach der Brexit-Entscheidung zieht die europäische Version der Internet-Konferenz „Disrupt“ des Technologieblogs „TechCrunch“ von London nach Berlin.

von
Rückblick: Die TechCrunch Disrupt fand bereits 2013 in Berlin statt, ging dann aber nach London.
Rückblick: Die TechCrunch Disrupt fand bereits 2013 in Berlin statt, ging dann aber nach London.Foto: dpa

Nach der Brexit-Entscheidung zieht die europäische Version der Internet-Konferenz „Disrupt“ des Technologieblogs „TechCrunch“ von London nach Berlin. Das Portal aus Kalifornien verwies am Donnerstag in einer Mitteilung auf das rasante Wachstum der Start-up-Szene, welche sich vor allem auf dem europäischen Festland „wie Unkraut“ ausbreite. Die „TechCrunch Disrupt Berlin“ soll demnach am 4. und 5. Dezember 2017 in der „Arena“ in Treptow stattfinden.

Bereits vor vier Jahren fand die Konferenz in Berlin statt, danach zog sie nach London. Vor allem das jährliche „Disrupt“-Original in San Francisco diente bereits diversen Start-ups als Sprungbrett. Auf der „TechCrunch Disrupt“ in London hatte zuletzt Volkswagen seine neue Mobilitäts-Marke „Moia“ präsentiert. Ein beliebtes Format der Konferenz ist das „Start-up Battlefield“, wo sich junge Unternehmen in der frühen Phase auf der Bühne präsentieren und um ein Preisgeld von 50.000 Dollar (46 600 Euro) kämpfen – und um die Aufmerksamkeit von Medien und Investoren natürlich. Laut Angaben des Veranstalters haben Unternehmen, die sich in den vergangenen Jahren beim „Battlefield“ präsentierten, zusammen insgesamt bereits 6,6 Milliarden Dollar an Kapital eingesammelt. Genannt werden Unternehmen wie Dropbox, Mint, Yammer, Zenefits.

Niemand wisse im Moment, was der Austritt Großbritanniens aus der EU für die britische Start-up-Landschaft bedeuten werde, hieß es in der Mitteilung von TechCrunch. London galt lange vor Paris und Berlin als führende Start-up-Metropole. 2015 aber floss erstmals mehr Risikokapital in junge Firmen der deutschen Hauptstadt. Die Veranstalter begründen den Umzug allerdings auch mit den vergleichsweise niedrigen Kosten für Gründer sowie die enorm große Bandbreite, die die Gründerszene in Berlin abdecke. Zudem sei Berlin leicht für Konferenzteilnehmer zu erreichen.

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) begrüßte den Beschluss der Veranstalter: „Es ist eine gute Nachricht für Berlin, dass ,TechCrunch Disrupt’ noch in diesem Jahr zurückkehrt. Als deutsche Start-up-Metropole freuen wir uns über innovative Gründer und Investoren, die aus aller Welt zu uns kommen“, sagte er dem Tagesspiegel. „Ich wünsche ,TechCrunch Disrupt’ in unserer spannenden Stadt viel Erfolg und sage dem Unternehmen und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein herzliches Willkommen.“

Autor

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben