Technische Mängel : General Motors ruft 300.000 Fahrzeuge zurück

Der US-Autobauer General Motors beordert weitere rund 300.000 Fahrzeuge wegen technischer Mängel in die Werkstätten zurück. Anders als bei früheren Rückrufaktionen sind auch neuere Modelle betroffen.

General Motors hat erneut mit technischen Problemen zu kämpfen.
General Motors hat erneut mit technischen Problemen zu kämpfen.Foto: AFP

Der US-Autokonzern General Motors (GM) ruft erneut Hunderttausende Fahrzeuge zurück. Aus diversen Gründen müssten in den USA 269.000 Fahrzeuge in den Werkstätten überprüft werden, teilte die Opel-Mutter am Freitag in Detroit mit. Ein Problem betreffe die Zündungen, ein anderes die Sicherheitsgurte.

Anders als bei früheren Rückrufaktionen sind auch neuere Modelle der Marken Saturn, Cadillac und Chevrolet betroffen. Allein in diesem Jahr hat der Konzern weltweit fast 15 Millionen Autos wegen Problemen mit den Zündschlössern zurückbeordert. Insgesamt waren es rund 30 Millionen Fahrzeuge, die meisten in den USA.

Im Zusammenhang mit tödlichen Autounfällen wegen defekter Zündschlösser sind bei dem Entschädigungsfonds des Autokonzerns innerhalb einer Woche 63 Anträge von Hinterbliebenen eingegangen. Das sind fast fünf mal mehr als die 13 Todesfälle, die der US-Konzern eingeräumt hat. Die Rechtmäßigkeit der Anträge werde nun geprüft, sagte der Verwalter des Fonds, Kenneth Feinberg, am Freitag. 65 Entschädigungsanträge seien wegen Verletzungen gestellt worden.

Der Fonds nimmt seit dem 1. August und noch bis Ende des Jahres Anträge entgegen. Feinberg zufolge sollen die Familien von Todesopfern wahrscheinlich mindestens eine Million Dollar erhalten.

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Der Zündschloss-Skandal ist besonders brisant, weil der Defekt im Konzern schon seit Jahren bekannt war, GM aber erst Anfang 2014 deswegen 2,6 Millionen Fahrzeuge zurückgerufen hat. Bei den Wagen bestand die Gefahr, dass der Zündschlüssel unbeabsichtigt in die Aus-Position springt. Dadurch könnte während der Fahrt der Motor ausgehen und elektronische Systeme wie Servolenkung, Bremskraftverstärker und Airbags abschalten. (dpa/Reuters)

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