Wirtschaft : Technische Wunder

-

Vor kurzem erlebten wir die Vorstellung zweier technologischer Wunder – das eine außerordentlich groß, das andere bemerkenswert winzig.

Wenn der am Dienstag in Toulouse präsentierte Airbus A380 im kommenden Jahr ausgeliefert wird, wird er das größte Passagierflugzeug sein, das jemals in Dienst genommen wurde. Er besitzt eine Spannweite, die fast so breit ist, wie ein Fußballfeld lang ist, und eine sieben Stockwerke hohe Heckflosse. Das Flugzeug kann bis zu 800 Passagiere transportieren. Die Rumpfteile, die in der Nähe von Hamburg gefertigt und im französischen Toulouse zusammengesetzt werden, sind so groß, dass sie auf dem Wasserweg auf speziellen Schiffen nach Frankreich transportiert werden müssen. All dies wird durch die Verwendung von HighTech-Komponenten möglich, die eine stabile Konstruktion bei geringem Gewicht ermöglichen.

Am anderen Ende des Spektrums haben wir Apples winzigen iPod Shuffle, ein Musikwiedergabegerät in der Größe einer Kaugummipackung und mit einem Gewicht von 22 Gramm. Es speichert bis zu 16 Stunden Musik – das entspricht etwa 20 LPs.

Es gab Zeiten, als Größe beeindruckte und klein niedlich war. Das 20. Jahrhundert war das Zeitalter des Wolkenkratzers, der Titanic und nicht zuletzt des Jumbo-Jets. Heute finden neben dem Bombastischen auch kleine Dinge unsere Bewunderung. Die Nano-Technologie ist dabei, die treibende Kraft technologischer Veränderungen zu werden. Der iPod Shuffle wird von zukünftigen Generationen wegen seiner unhandlichen Größe und unzulänglichen Kapazität belächelt werden.

Wie passt der Super-Jumbo hier ins Bild? Er ist in vielerlei Hinsicht ein Produkt derselben Trends – ohne leistungsfähige elektronische Steuerung und High-Tech-Materialien würde er niemals fliegen. Die Marktreaktion bleibt abzuwarten, doch Airbus könnte feststellen, dass der Gigant die Grenzen sprengt. Auch für moderne Technologie gilt heutzutage „Small is Beautiful".

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben