Wirtschaft : Technologieförderung: Zukunftsfonds für Berlin

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Mit einem 250-Millionen-Mark-Zukunftsfonds will Berlin seine Wirtschaft auf Trab bringen. Dafür gab Wirtschaftssenator Wolfgang Branoner (CDU) am Freitag den Startschuss. Aus dem Fonds sollen Forschungsvorhaben in besonders aussichtsreichen Technologiefeldern gefördert werden, wie der Medizin-, Informations- und Biotechnologie. Angestrebt wird die enge Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft.

"Mit der Technologieförderung sollen langfristige und hochwertige Arbeitsplätze entstehen", sagte Branoner. Der Fonds erhält einen Teil der Erlöse aus dem Verkauf der Berliner Wasserwerke. Im kommenden Jahr sollen daraus zunächst 30 Millionen Mark für Projekte bewilligt werden, danach jährlich 50 Millionen Mark. Aus den Projekten sollen möglichst Mittel an den Fonds zurückfließen. Gefördert werden sollen nur Forschungsprojekte, die eine schnelle Umsetzung in Produkte versprechen. Die spätere wirtschaftliche Verwertung in Berlin ist ebenfalls Voraussetzung. Der Fokus soll bei den Forschungszentren in Adlershof und Buch liegen. Neben der Bio- und Informationstechnik sollen Verkehrstechnik sowie Mikrosystemtechnik zum Zuge kommen.

Mit dieser Initiative zur Stärkung von Wirtschaft und Wissenschaft folgt Berlin dem Beispiel Bayerns und Baden-Württembergs, die allerdings größere Summen investiert haben. So hat Bayern seit 1994 rund 8,25 Milliarden Mark für seine "High-Tech-Initiative" aufgebracht, mit denen etwa Bio- und Informationstechnologie gefördert wurden. Um die entsprechenden Zentren haben sich bereits viele kleine Firmen angesiedelt. Baden-Württemberg bereitet gerade seine dritte "Zukunftsoffensive" mit einem Volumen von einer Milliarde Mark vor. Seit 1993 wurde bereits zwei Mal eine Milliarde Mark in die Verbundforschung, also die anwendungsorientierte Forschung und die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft, sowie die Erneuerung der Hochschulen investiert.

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