• Technologiestiftung: Gutes Investitionsklima in Berlin - Im Vordergrund stehen Multimedia, Medizin- und Biotechnologie

Wirtschaft : Technologiestiftung: Gutes Investitionsklima in Berlin - Im Vordergrund stehen Multimedia, Medizin- und Biotechnologie

olm

Das Innovationsklima in Berlin hat sich nach Meinung der Verantwortlichen aus Politik, Wissenschaft und Forschung verbessert. Treibende Kraft ist die Anfang 1999 neu geordnete Technologiestiftung (TSB). Gemeinsam mit der Innovationsagentur und dem Förderverein hat die Stiftung die Aufgabe, als zentrale Anlaufstelle für Investoren und Forschungsaufträge den Innovationsprozeß in Berlin zu fördern. TSB-Leiter Hans-Jürgen Lichtfuß übte beim Rückblick auf das Jahr 1999 allerdings Kritik an der finanziellen Aufstellung der Innovationsagentur.

1999 zeige, dass bei einem Umsatz von vier Millionen Mark nur 1,8 Millionen Mark durch eigene Projekte erwirtschaftet werden konnten. Die Satzung erlaube es nicht, durch den starken Förderanteil der öffentlichen Hand größere Gewinne zu erzielen. Auch die Stiftung darf nur begrenzt Geld zuschießen. Hier werde man neue Ideen entwickeln, um den Handlungsspielraum zu erweitern. Die Kasse der Stiftung selber ist mit zur Zeit 250 Millionen Mark aber gut gefüllt. Mit den Stiftungsgeldern würden vorrangig technologisch ausgerichtete Verbundprojekte gefördert, an denen mindestens ein Berliner Partner beteiligt sei.

Stärkste Quelle für das Stiftungskapital ist der so genannte Zukunftsfonds der Stadt. In diesen Fonds gehen zehn Prozent der Privatisierungserlöse der Berliner Wasserbetriebe. Wie Wirtschaftssenator Wolfgang Branoner sagte, werde man die 250 Millionen Mark benutzen, um durch Teilfinanzierung einzelner Projekte den Gesamtwert der Vorhaben um ein Vielfaches zu erhöhen.

Schon heute seien die Erfolge sichtbar. Von den rund 15.000 bundesweit tätigen Fachleuten in der Multimediabranche arbeiteten 6000 bereits in Berlin. Mit insgesamt 100.000 Beschäftigten, 8000 Unternehmen und 20 Milliarden Mark Umsatz habe sich die Informations- und Kommunikationstechnologie zum Wachstumsmotor Berlins entwickelt. Schwerpunkt der Stiftung waren 1999 außerdem die Biotechnologie (BioTop) und die Verkehrssystemtechnik (FAV). Im Februar 2000 wurden die Initiativen durch das Zentrum für Medizintechnik (TSBmedici) erweitert.

0 Kommentare

Neuester Kommentar