Wirtschaft : Technologiestiftung trägt Berliner Zukunftsfonds

BERLIN (olm).Immer kürzere Innovationszyklen und neue Formen des Technologietransfers zwingen auch Berlin, sich in seinen von Wirtschaft und Wissenschaft beeinflußten Bereichen neu zu orientieren.Durch die Zusammenführung der seit 20 Jahren tätigen Technologie-Vermittlungsagentur (TVA) und der Technologiestiftung (TSB) möchte Wirtschaftssenator Wolfgang Branoner hier ein erstes deutliches Zeichen setzen.Die Stadt benötige vor allem zur Unterstützung des Mittelstandes ein dialogorientiertes regionales Innovationsmanagement mit Akteuren, die vorhandene Potentiale in effizienten Netzwerken bündeln können, sagte Branoner am Montag zur Erklärung der Fusion.Nach einer entsprechenden Entscheidung der Mitgliederversammlung am Montag abend wird die TVA am Ende des Jahres aufgelöst.Alle Aktivitäten werden künftig von einer inzwischen als "TSB Technologiestiftung Innovationsagentur" gegründeten Gesellschaft fortgeführt.Das Vermögen der TVA wird in die neue Stiftung übertragen.Leiter der Institution, die ihren Sitz im Ludwig Erhard Haus hat, ist Professor Hanns-Jürgen Lichtfuß.

Zu den Arbeitsschwerpunkten der neuen TSB zählt Branoner vorrangig die Verantwortung für den geplanten Berliner Zukunftsfonds, der aus zehn Prozent der Privatisierungserlöse der Berliner Wasserwerke eingerichtet werden soll.Über geeignete Projekte des Fonds entscheidet ein durch internationale Erfahrung ausgewiesener Innovationsrat.Den Einsatz der Projektmittel steuert und überwacht dann das Kuratorium der TSB.Weitere Tätigkeitsbereiche der Stiftung sind nach den Vorstellungen des Wirtschaftssenators die Bio- und Medizintechnologie, die I&K-Technologien sowie die noch mit großen Defiziten belastete Verkehrstechnik.Ein geeignetes Controlling soll sicherstellen, daß die in Berlin erzielten Fortschritte in den einzelnen Innovationsfeldern in Zukunft transparenter werden.In Anlehnung an die neue Stiftung wird ein zusätzlicher Förderverein gegründet, der die seit 20 Jahren in der TVA gemachten Erfahrungen weitergeben und sich für die geplante Anbindung des Mittelstandes einsetzen will.

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