Wirtschaft : Teilzeit gefährdet die Stelle

Der Wechsel von einer Vollzeit- auf eine Teilzeitstelle ist für viele Arbeitnehmer die perfekte Lösung, um Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen. Festgeschrieben ist der Anspruch des Arbeitnehmers auf die Verringerung von Voll- auf Teilzeit im „Teilzeit- und Befristungsgesetz“ unter dem achten Paragrafen. Dieser besagt, dass „ein Arbeitnehmer, dessen Arbeitsverhältnis länger als sechs Monate bestanden hat, verlangen kann, dass seine vertraglich vereinbarte Arbeitszeit verringert wird.“ In keinem Gesetzestext ist jedoch festgelegt, dass man dann Anspruch auf genau dieselbe Stelle hat.

„Der Arbeitnehmer kann zwar den Anspruch anmelden, aber die Wahrscheinlichkeit, dass das klappt, ist eher gering“, sagt Christina Wendt vom Bundesarbeitsministerium in Berlin. Unter Angabe „betrieblicher Gründe“ kann der Arbeitgeber die Verringerung auf Teilzeit ablehnen – zum Beispiel dann, wenn durch die Teilzeit unverhältnismäßige Kosten verursacht oder die Sicherheit, die Organisation oder der Arbeitsablauf im Betrieb wesentlich beeinträchtigt würden.

Die Möglichkeit, auf eine andere Stelle versetzt oder einem anderen Projekt zugeteilt zu werden bestehe ab dem Moment, in dem man sich für Teilzeit entscheide. „Doch das Risiko muss man eingehen“, sagt Christian Rothländer vom hessischen Landesbezirk der Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di in Frankfurt. dpa

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