Wirtschaft : Telefonieren wird immer preiswerter

WIESBADEN .Das Telefonieren ist im Februar für den deutschen Durchschnittshaushalt um 11,5 Prozent billiger gewesen als ein Jahr zuvor.Im Jahresvergleich sanken die Preise für Ferngespräche und Mobiltelefonate drastisch.Die Grundgebühren erhöhten sich dagegen leicht, und Ortsgespräche kosteten genausoviel wie im Februar 1998.Das berichtete das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden.Es legte erstmals einen differenzierten Preisindex für Telefondienstleistungen vor, in den rund 400 Tarifvarianten einfließen.

Der scharfe Wettbewerb hat sich vor allem bei Ferngesprächen im Festnetz und auf dem Mobilfunkmarkt bemerkbar gemacht.Die Handynutzer konnten sich über eine um 21,5 Prozent günstigere Rechnungen freuen.Im Festnetz sanken die Preise für Ferngespräche um gut ein Drittel verglichen mit Februar 1998.Für Auslandsgespräche verzeichneten die Statistiker einen Preisrückgang um 13,8 Prozent.Obwohl einzelne Anbieter die Preise für bestimmte Verbindungsarten um mehr als die Hälfte senkten, beträgt der Rückgang im gesamten Festnetz nur 10,8 Prozent.Denn die Liberalisierung hatte bisher keinen Einfluß auf Ortsgespräche.Außerdem wurden die Anschluß- und Grundgebühren wegen der höheren Mehrwertsteuer um 0,8 Prozent teurer.

Nach Beginn des Wettbewerbs war die Talfahrt der Preise nur langsam in Gang gekommen.So war das Telefonieren im Januar 1998 nur um 0,4 Prozent günstiger als im Dezember 1997.Im Dezember 1998 konnten sich die Verbraucher bereits über Preisermäßigungen von 2,4 Prozent verglichen mit dem November freuen.Im Januar und Februar 1999 gab es monatliche Preisrückgänge um 10,8 und 11,5 Prozent.

Das Statistische Bundesamt erfaßt alle Telefondienstleistungen aus Sicht der privaten Haushalte.Um die Preisentwicklung auf dem dynamischen Mobilfunkmarkt messen zu können, wurden drei verschiedene Nutzerprofile, der "Konsum-, Wenig- und Normaltelefonierer", eingerichtet.

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