Wirtschaft : Telekom-Anschluss soll teurer werdenAusgleich für Kostensteigerungen

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Berlin (dri/HB). Die Deutsche Telekom AG plant, in den ersten Monaten des kommenden Jahres die monatliche Telefon-Grundgebühr um einen Euro anzuheben. Nach Handelsblatt-Informationen führt das Unternehmen darüber Gespräche mit der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post. Endgültig vom Vorstand beschlossen ist die Preiserhöhung aber noch nicht. Als marktbeherrschendes Unternehmen muss die Telekom alle Preise von der Regulierungsbehörde genehmigen lassen. Gestern wollte sich der Konzern zu dem Thema nicht äußern. Eine Preiserhöhung um einen Euro beschert der Telekom jährlich Mehreinnahmen von 500 Millionen Euro. Wie es hieß, will die Telekom so Kostensteigerungen kompensieren. Gleichzeitig sind die Pläne Teil einer langfristigen Strategie, im Festnetz Preise und Kosten neu auszubalancieren. Zu Monopolzeiten war es üblich, dass aus sozialen Gründen Telefonanschlüsse möglichst billig angeboten wurden und das Defizit über die Preise der Gesprächsminuten hereingeholt wurde. Seit der Öffnung des Festnetzes für Wettbewerb 1998 versucht die Telekom, alle Kosten des Anschlusses über die Grundgebühr abzurechnen, da der Wettbewerb zu einem Preiskampf bei den Gesprächsgebühren geführt hat.

Dass die Telekom erneut auf höhere Anschlusspreise drängt und zugleich Preissenkungen bei Ortsgesprächen anbietet, dürfte auch mit der Öffnung der Ortsnetze für Wettbewerb zusammenhängen. Auf Drängen der EU hat der Bundestag gestern beschlossen, dass ab Dezember Call-by-Call-Gespräche auch im Ortsnetz möglich werden.

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