Telekom-Arbeitskampf : Verdi streikt weiter

Der Streik bei der Telekom geht in die zweite Woche. In Berlin und Brandenburg waren rund 700 Mitarbeiter im Ausstand. Viele der Verdi-Mitglieder hatten allerdings heute ohnehin frei.

Berlin - An den ersten Streiktagen waren jeweils rund 2500 Mitarbeiter in den Ausstand getreten. Die verringerte Zahl am Freitag war darauf zurückzuführen, dass viele Mitarbeiter an dem Brückentag nach Himmelfahrt Urlaub machten.

Mit ihren Streikaktionen wehren sich die Telekom-Beschäftigten gegen Unternehmenspläne, deutschlandweit rund 50.000 Stellen in Tochterfirmen auszulagern. Dort sollen die Beschäftigten zu niedrigeren Löhnen und Gehältern länger arbeiten.

Streiks auch in der kommenden Woche

Der Gewerkschaftssprecher betonte, die Streiks würden auch in der kommenden Woche fortgeführt. Ab Montag würden erneut rund 2500 Beschäftigte die Arbeit ruhen lassen. Der Arbeitgeber solle gezwungen werden, ein verhandlungsfähiges Angebot auf den Tisch zu legen.

Verdi-Fachbereichsleiter Mike Döding betonte: "Der Streik hat inzwischen massive Auswirkungen auf die Telekom." Die Unternehmensleitung versuche, Zeitarbeitnehmer als Streikbrecher einzusetzen. So sollten die Beschäftigten unter Druck gesetzt und die Auswirkungen des Streiks abgemildert werden. Der Einsatz der Zeitarbeitnehmer sei jedoch wenig wirkungsvoll. Die Zeitarbeiter könnten zwar in den Callcentern Aufträge entgegennehmen. Sie könnten die Aufträge aber nicht bearbeiten. (tso/ddp)

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