Wirtschaft : Telekom: EU öffnet lokale Telefonnetze

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Ab dem Jahr 2001 müssen die Betreiber lokaler Telefonnetze ihre Netze privaten Telefon- und Internetdienstleistern öffnen. Darauf haben sich am Dienstag in Luxemburg die Regierungen der EU-Staaten geeinigt. Die EU-Telekomminister wollen den im Juli von EU-Unternehmenskommissar Erkki Liikanen vorgelegten Verordnungsentwurf zur Liberalisierung der "letzten Meile" am 4. Dezember verabschieden. Für EU-Verhältnisse sei dies eine außergewöhnlich schnelle Beschlussfassung, sagten Diplomaten. Die Öffnung der "letzten Meile", der letzten Meter Kupferkabel vom lokalen Knotenpunkt zum Verbraucher, ist Teil eines Aktionsprogrammes zur Deregulierung des EU-Telekommarktes. Von der Liberalisierung der Ortsnetze erhoffen sich die Regierungen sinkende Kommunikationskosten und einen Innovationschub, der zu einer größeren Akzeptanz und stärkeren Marktdurchdringung des Internets führen soll. Die Öffnung der lokalen Märkte stellt den letzten Schritt der fast zehn Jahre dauernden Liberalisierung des Telekommarktes dar. Auf Drängen Deutschlands wurde sichergestellt, dass ehemalige Monopolisten wie die Deutsche Telekom nicht gezwungen werden können, Kommunikationswege wie Kupferkabelnetze zu öffnen, wenn es Alternativen wie Fernseh- oder Breitbandkabel und Mobilfunkfrequenzen gibt.

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