Wirtschaft : Telekom gründet Schule des Wandels in Berlin

Das neue Zentrum soll 2012 seine Arbeit in Mitte aufnehmen

von

Berlin - „Verbessern, verändern, erneuern“ – mit diesen Schlagworten kündigte Konzernchef René Obermann im vergangenen Jahr einen Strategiewechsel bei der Deutschen Telekom an. Um den Wandel des Unternehmens hin zu neuen Produkten und besserem Service zu unterstützen, hat der Vorstand beschlossen, in Berlin die „Telekom School of Transformation“ zu gründen. Den Zweck der hauseigenen Universität beschreibt ein Unternehmenssprecher so: „Die Telekom School of Transformation soll ein international ausgerichtetes Zentrum des Konzerns als Nukleus zur Weiterentwicklung der Unternehmenskultur werden.“

Wie genau dieses Schulungszentrum aussehen, wer und wie viele Menschen dort arbeiten und wer dort etwas über Unternehmenskultur lernen soll, all das wird von den Mitarbeitern von Telekom- Personalvorstand Thomas Sattelberger in Bonn noch diskutiert. Jedenfalls geht es offenbar um mehr als ein neues Zentrum für Aus- und Weiterbildung. Nur so viel will der Telekom-Sprecher verraten: „Etwas Vergleichbares gibt es in Europa noch nicht.“

Wenn auch am Konzept noch gefeilt wird, der Standort steht fest: Die Telekom mietet einen Gebäudekomplex unweit der Berliner Museumsinsel in Mitte. Dort lässt die Freiberger Gruppe die Gebäude der ehemaligen Universitätsfrauenklinik der Charité an der Tucholskystraße von Architekt David Chipperfield neu gestalten. Verlaufen Bauarbeiten und Inneneinrichtung nach Plan, werde man voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2012 mit dem Betrieb in den historischen Räumen beginnen, heißt es.

Bei der Senatsverwaltung für Wirtschaft ist das Projekt bereits bekannt. Es werde intensiv von Berlin Partner betreut, sagt Wirtschaftssenator Harald Wolf (Linke). Es habe auch mehrere Gespräche mit dem Regierenden Bürgermeister und ihm dazu gegeben. „Wir begrüßen das Vorhaben der Deutschen Telekom“, sagte Wolf. „Es ist ein Beleg für die zunehmende Attraktivität Berlins auch für große Unternehmen.“ Corinna Visser

0 Kommentare

Neuester Kommentar