Telekom : René Obermann geht nach Holland

Telekom-Chef René Obermann wechselt vom Weltkonzern zu einem 3000-Mitarbeiter-Unternehmen in die Niederlande. Der Top-Manager übernimmt 2014 die Führung beim Kabelnetzbetreiber Ziggo.

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Abgang. Telekom-Chef René Obermann geht in die Niederlande. Der Top-Manager übernimmt Anfang kommenden Jahres die Führung beim Telekommunikationsanbieter Ziggo. Das Unternehmen steht im Umbruch.Weitere Bilder anzeigen
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07.03.2013 15:24Abgang. Telekom-Chef René Obermann geht in die Niederlande. Der Top-Manager übernimmt Anfang kommenden Jahres die Führung beim...

Berlin - Die Geheimniskrämerei ist vorbei und das Ergebnis ist mehr als erstaunlich: Telekom-Chef René Obermann, der bisher einen Weltkonzern mit 230 000 Mitarbeitern und einem Umsatz von 58 Milliarden Euro leitet, geht zu Ziggo. Ziggo ist ein Kabelnetzbetreiber mit Sitz im niederländischen Utrecht und bietet rund 2,9 Millionen Kunden Telefonie, schnelles Internet und digitales TV. Das Unternehmen beschäftigt rund 3000 Menschen und setzte 2012 1,5 Milliarden Euro um.
Bereits kurz vor Weihnachten hatte Obermann, der am Dienstag 50 Jahre alt geworden ist, überraschend verkündet, dass er die Telekom Ende 2013 verlassen will. Er wolle wieder mehr Unternehmer sein, sagte er damals, und näher am operativen Geschäft. Im Januar bei einer Veranstaltung in München verriet er dann, dass es ihn ins nahe europäische Ausland ziehe – nicht in die USA: „Dafür bin ich zu sehr Europäer“, sagte er. Er wolle in einer kleineren Firma arbeiten, bei der man auch mehr mit der technischen Seite des Geschäfts zu tun habe.

Obermann geht in die Niederlande
Abgang. Telekom-Chef René Obermann geht in die Niederlande. Der Top-Manager übernimmt Anfang kommenden Jahres die Führung beim Telekommunikationsanbieter Ziggo. Das Unternehmen steht im Umbruch.Weitere Bilder anzeigen
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07.03.2013 15:24Abgang. Telekom-Chef René Obermann geht in die Niederlande. Der Top-Manager übernimmt Anfang kommenden Jahres die Führung beim...

„Die Technologie entwickelt sich so schnell, dass ich den Lernprozess neu starten will“, begründete er den Wechsel. Bemerkenswert ist, dass Obermann nun ausgerechnet zu einem Kabelnetzbetreiber wechselt, denn die Kabelnetzbetreiber haben der Telekom das Geschäft in Deutschland zuletzt sehr schwer gemacht. Nachdem die Netze aufgerüstet wurden, bieten die Betreiber sehr leistungsfähige Anschlüsse zu sehr niedrigen Preisen an und jagen der Telekom so immer mehr Marktanteile ab.

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