Telekom-Spitzelaffäre : Obermann verspricht umfassende Aufklärung

Telekom-Chef René Obermann will die Verantwortlichen der Spitzel-Affäre "ohne Ansehen von Rang und Person" zur Rechenschaft ziehen. Gleichzeitig verspricht er, dass die Kundendaten sicher sind.

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Telekom-Chef René Obermann will die Verantwortlichen "ohne Ansehen von Rang und Person" zur Rechenschaft ziehen. Gleichzeitig...Foto: dpa

BerlinDer Konzernchef Obermann sagte in der "Bild am Sonntag": "Ich kann unseren Kunden versichern: Ihre Daten sind bei der Telekom sicher. Daran ändert das Fehlverhalten einiger weniger schwarzer Schafe in der Vergangenheit nichts." Datenschutz sei für die Telekom und ihn persönlich ein zentrales Anliegen. "Unsere Mitarbeiter leisten gute und saubere Arbeit. Wer jedoch gegen Recht und Gesetz oder Vorschriften der Telekom verstößt, wird ohne Ansehen von Rang und Person zur Rechenschaft gezogen werden."

Der Vorstandsvorsitzende betonte erneut, dass er nicht persönlich in den Skandal verwickelt sei. "Ich habe von einem ersten Fall von Datenmissbrauch bei der Telekom im Sommer des vergangenen Jahres erfahren und danach nichts vertuscht, sondern die nötigen personellen und organisatorischen Konsequenzen gezogen." Alles Weitere würden die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft ergeben. "Die Vorgänge müssen aufgeklärt werden - wo immer ich einen Beitrag dazu leisten kann, werde ich das tun."

Zu Informationen, dass ein Teil der Spitzeldienste von einer Kostenstelle Obermanns abgebucht worden seien, sagte der Telekom-Chef: "Sollte es so gewesen sein, ist dies ohne mein Wissen geschehen. Ich habe diese Rechnung weder gesehen noch unterschrieben. Ich war zum besagten Zeitpunkt erst wenige Tage im Amt. Und übrigens: Wir haben diese Rechnung der Staatsanwaltschaft am 14. Mai vorgelegt." (kj/dpa)

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