Telekom-Streiks : Verdi sieht "realistische Chance"

Vor Beginn der Gespräche mit der Telekom sieht Verdi-Verhandlungsführer Lothar Schröder die Chance die Gehälter seiner Mitglieder zu schützen. Auch einen Kündigungsschutz in der neuen Gesellschaft will Verdi erreichen.

Berlin - Unmittelbar vor der Wiederaufnahme der Tarifverhandlungen zwischen der Gewerkschaft Verdi und der Deutschen Telekom über die geplante Auslagerung von 50.000 Stellen hat sich Verdi-Verhandlungsführer Lothar Schröder verhalten optimistisch gezeigt. Schröder sagte im Inforadio vom rbb: "Es gibt vielleicht eine realistische Chance, die geplanten Einkommenseinbußen notfalls unter Einrechnung künftiger Tarifrunden vom Tisch zu bringen und die Gehälter der Beschäftigten zu schützen". Neben der Sicherung der vorhandenen Einkommen gehe es Verdi auch um einen Kündigungsschutz, der den Betroffenen in den neuen Gesellschaften Sicherheit biete.

Schröder sagte der Streik werde etwas zurückgenommen. "Wir werden jetzt sukzessive immer mehrere tausend Beschäftigte aus dem Streik rausnehmen. Aber wir sind durchaus in der Lage, wieder hochzufahren, wenn sich bei den Verhandlungen zeigen sollte, dass die Telekom doch nicht zu dem steht, was sie in Aussicht gestellt hat", sagte Schröder.

Die Telekom will zum 1. Juli 50.000 Beschäftigte in Service-Gesellschaften ausgliedern. Dort sollen sie für weniger Geld länger arbeiten. Bei einem Scheitern der Verhandlungen will das Unternehmen unverändert die Ausgliederung ohne Zustimmung von Verdi umsetzen. Gegen den Umbau protestierten in den vergangenen Wochen täglich bis zu 16.000 Mitarbeiter.

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