Wirtschaft : Telekom sucht Beschäftigung für Beamte Mitarbeiter sollen wieder beim Staat arbeiten

Bonn - Der Personalumbau bei der Deutschen Telekom geht weiter. Das Unternehmen will bis zum Jahr 2010 mehr als 9000 Beamte in einem neuen Bereich bündeln und verstärkt für Aufgaben bei Bundes- und Landesbehörden einsetzen, hieß es aus Konzernkreisen. Damit wäre in etwa jeder vierte bei der Telekom beschäftigte Beamte betroffen. Als Vehikel für den Beamtentransfer solle die konzerneigene Personalagentur Vivento dienen, die dazu weiterentwickelt würde.

Nach Möglichkeit sollen die Mitarbeiter demnach komplett in den Staatsdienst wechseln und damit den Personaletat des Bonner Konzerns entlasten. Telekom-Chef René Obermann hatte wiederholt betont, dass die Personalkosten bei dem Unternehmen gesenkt werden müssten. 2007 hatte die Telekom bereits rund 50 000 Mitarbeiter in den Bereich T-Service überführt. Insgesamt beschäftigt die Telekom in Deutschland etwa 150 000 Menschen, 37 000 davon sind Beamte.

Bis zum Ende des Jahrzehnts will der Konzern seine Kosten um rund fünf Milliarden Euro senken – einen Teil davon durch Einschnitte beim Personal. Durch eine Vermittlung der Beamten würde der Konzern Kosten für Abfindungen in Höhe von mehr als einer Milliarde Euro sparen, hieß es in den Kreisen.

Auch wenn die Pläne nicht endgültig gebilligt sind, ist der Umbau angelaufen. In einem internen Brief appelliert Personalvorstand Thomas Sattelberger an die Führungskräfte, „den weiteren Personal- umbau nach Kräften aktiv zu unterstützen“. Geeignete Mitarbeiter sollten zu Bewerbungen motiviert werden. „Aktuell bieten beispielsweise die Bundesagentur für Arbeit (BA) und der Public Sector eine Vielzahl attraktiver Arbeitsplätze, die mit Telekom-Mitarbeitern besetzt werden könnten“, heißt es in dem Brief. Dies sei eine sehr gute Chance, den Abbaudruck frühzeitig zu reduzieren. 2450 Mitarbeiter hat die Telekom bereits an die BA ausgeliehen. dpa

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