Wirtschaft : Telekom-Verfahren wird eingestellt Bilanzfälschung nicht bewiesen

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Frankfurt (Main) (AFP/rtr). Die Ermittlungen gegen den früheren TelekomChef Ron Sommer und Ex-Finanzvorstand Joachim Kröske stehen offenbar vor der Einstellung. Die Prüfung der Unterlagen sei abgeschlossen, berichtete das Magazin „Focus“ am Sonnabend vorab unter Berufung auf Justizkreise. Der Verdacht auf Bilanzfälschung und Kapitalanlagebetrug gegen die früheren Telekommanager habe sich nicht erhärtet. „Die Untersuchung hat nichts ergeben“, sagte ein Ermittler dem Magazin. Das Verfahren laufe auf eine Einstellung hinaus. Die Telekom wollte den Bericht nicht kommentieren. Erklärungen zum Verfahrensstand seien Sache der Staatsanwaltschaft und nicht der Telekom AG, sagte ein Sprecher.

Die Staatsanwaltschaft hatte wegen angeblich falscher Angaben in den Börsenprospekten der Deutschen Telekom ermittelt. Anlass für den Verdacht sahen mehrere klagende Rechtsanwaltskanzleien darin, dass die Telekom erstmals im Frühjahr 2001 einen Abwertungsbedarf bei ihrem Immobilienbestand bekannt gegeben hatte. Insgesamt korrigierte die Telekom ihre Bewertung für Grund und Boden um umgerechnet 2,5 Milliarden Euro nach unten, nachdem der Konzern seine Bewertungsmethode geändert hatte. Ziel der Klagen war die Rückzahlung des Kaufpreises für die an die Börse gebrachten Telekom-Aktien.

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