• Telekom will sich Kapital für Zukäufe genehmigen lassen Aktionäre sollen Ermächtigung für 2,56 Milliarden Euro erteilen

Wirtschaft : Telekom will sich Kapital für Zukäufe genehmigen lassen Aktionäre sollen Ermächtigung für 2,56 Milliarden Euro erteilen

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(vis). Die Deutsche Telekom will sich auf der kommenden Hauptversammlung Kapital für Fusionen und Zukäufe genehmigen lassen. Das geht aus der Einladung der Telekom zum Aktionärstreffen am 18. Mai in Köln hervor. Die Aktionäre sollen Kapital in Höhe von 2,56 Milliarden Euro bis zum 17. Mai 2009 genehmigen. Stimmen die Anteilseigner zu, wäre die Telekom ermächtigt, das Grundkapital gegen eine Sacheinlage um bis zu eine Milliarde Aktien zu erhöhen. Eine Sacheinlage könnte zum Beispiel der Kauf eines Unternehmens oder einer Beteiligung sein, die die Telekom dann ganz oder teilweise in eigenen Aktien bezahlen könnte, um die eigenen baren Mittel zu schonen. „Konkrete Zusammenschluss oder Erwerbsvorhaben“ bestünden jedoch „zurzeit nicht“, schreibt die Telekom weiter.

Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke hatte zuletzt immer wieder betont, dass die Telekom nicht in „Akquisitionslaune“ sei, also keine größeren Übernahmen plane. „Zukäufe sind derzeit kein Thema“, sagt Analyst Ralf Hallmann. „Aber das kann wieder kommen.“ Das genehmigte Kapital (siehe Lexikon, Seite 20) wertet der Analyst demnach als Vorsichtsmaßnahme. „Das Unternehmen will in seiner strategischen Flexibilität nicht eingeschränkt sein“, sagt Hallmann. Der Schritt käme nicht überraschend. Nach der Akquisition der US-Firma Voicestream (heute: T-Mobile USA) war das noch bestehende genehmigte Kapital der Telekom auf rund 874,6 Millionen Euro gesunken. Weiter will sich die Telekom auf der Hauptversammlung ermächtigen lassen, bis zum 17. November rund 419,8 Millionen eigene Aktien zu erwerben. Auch diese Ermächtigung soll der Telekom „Spielraum geben, sich bietende Gelegenheiten“ zu Unternehmenszusammenschlüssen und zum Kauf von Unternehmen auszunutzen. Auch hier heißt es weiter, konkrete Pläne hierzu gebe es nicht.

Auch weitere Vorratsbeschlüsse will die Telekom den Anteilseignern auf der Hauptversammlung vorlegen. So hat die Telekom vier Gesellschaften gegründet, unter anderem eine, in die die Verkaufsstellen (T-Punkt) ausgegliedert wurden. Die drei anderen dienen dem Zweck, „schneller handlungsfähig zu sein“, sagte ein Sprecher. Ein Beispiel: So konnten neue Ausgründungen aus der internen Personalvermittlungsgesellschaft Vivento schneller erfolgen.

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