Wirtschaft : Telekommunikation: Die Deutsche Telekom konsolidiert sich

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Nach einer Phase großer Zukäufe will sich die Deutsche Telekom AG jetzt darauf konzentrieren, diese in den Konzern zu integrieren. In den vergangenen 18 Monaten hat die Telekom knapp 100 Milliarden Euro in den Ausbau ihres Auslandsgeschäfts investiert. Der Löwenanteil der Investitionen falle dabei zwar auf den Erwerb der US-Mobilfunkunternehmen Voicestream und Powertel, sagte Telekom-Chef Ron Sommer in Wien. Rund 7,2 Milliarden Euro flossen jedoch auch nach Mittel- und Osteuropa, wo die Telekom bereits in acht Ländern vertreten ist, und nach Österreich. Gerade für Osteuropa erwartet Sommer ein starkes Wirtschaftswachstum und sieht die Telekom dort gut positioniert, um von diesem Aufschwung profitieren zu können. Für die Zukunft stellte Sommer weitere Expansionsschritte in Aussicht. "Der Prozess geht noch Jahre weiter, bis wir ein wirklich globales Unternehmen sind." Zur umstittenen UMTS-Strategie in Europa sagte er: "Der Verzicht auf eine UMTS-Lizenz in Frankreich und Italien heißt nicht, dass diese Märkte nicht für uns interessant sind." Offenbar wartet hier die Telekom einen günstigen Einstiegsmoment bei einem der Lizenznehmer ab.

Im Steit um eine Großhandelsflatrate für den Internet-Zugang deutete Sommer ein Kompromissmodell an, nachdem dieser Zugang nicht pauschal, sondern nach Datenmengen gewährt werde. Auf dieses Modell haben sich die Internet-Provider in Großbritannien bereits geeinigt. Es wird von AOL, dem Hauptkonkurrenten der Telekom-Tochter T-Online, ebenfalls befürwortet.

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