Wirtschaft : TELEKOMMUNIKATION Schnelles Umschalten

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Unabhängig von der aktuellen Lage „hat die Sicherheit unserer Mitarbeiter und unserer Infrastruktur bei uns immer eine hohe Bedeutung“, heißt es bei der Deutschen Telekom. Das Notfallmanagement sei immer verfügbar. Besondere Maßnahmen zum Schutz vor möglichen Terroranschlägen über die normalen Sicherheitsvorkehrungen hinaus seien nicht ergriffen worden oder geplant. „Wir sehen aktuell keine Risiken, aber wir sind flexibel“, sagt ein TelekomSprecher.

Das Netz der Telekom wird permanent überwacht. In Bamberg sitzt das nationale, in Frankfurt (Main) das internationale Netzmanagement. Die Netze weisen erhebliche Redundanzen auf. Das heißt: Bei allen Kabelverbindungen weltweit gibt es alternative Routen, über die der Telefon- und Datenverkehr umgeleitet werden kann, falls eine wichtige Fernverbindung gekappt wird – sei es durch Krieg oder, was häufiger vorkommt, durch einen Bagger. Die Umschaltung auf die alternative Verbindung passiert in der Regel in Sekundenbruchteilen, so dass der Kunde es meist gar nicht bemerkt. Außer natürlich, es trifft die Leitung direkt vor der Haustür.

Die Hauptverkehrsadern des Telefonnetzes weisen „hohe Leistungsreserven“ auf und „sind sehr robust gegen den Ausfall einzelner Knoten odert Linien“, heißt es in einer Expertise der Unternehmensberatung Mummert und Partner zur Sicherheit der deutschen Telekommunikationsinfrastruktur. Die Hauptvermittlungsstellen seien zudem in Bunkern untergebracht, sagt Telekommunikationsexperte Bernd Janke. „Die äußere Sicherheit ist aus meiner Sicht in Ordnung“, sagt er. Gegen Angriffe von Hackern seien die Netze dagegen wesentlich schlechter geschützt. „Da gibt es viele Ansatzpunkte für Angriffe“, sagt Janke. „Aber den Unternehmen fehlt das Geld, hier zu investieren.“ vis

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