Teuer : Spritpreise im Mai auf Jahreshoch

Die Spritpreise an Deutschlands Tankstellen sind im Mai auf den höchsten Stand des Jahres geklettert. Benzin sei den fünften Monat in Folge teurer geworden, teilte der ADAC am Dienstag in München mit.

München/New YorkEin Liter Super kostete demnach im Monatsdurchschnitt 1,285 Euro. Für den Liter Diesel mussten Autofahrer im Mai laut ADAC durchschnittlich 1,049 Euro zahlen.

Der bislang teuerste Tag des Jahres für Autofahrer sei der 20. Mai gewesen. An dem Tag vor Christi Himmelfahrt, der von vielen Familien für den Start in ein langes Wochenende genutzt wurde, habe der Liter Super 1,329 Euro gekostet. Auch am Pfingstwochenende hätten die Mineralölkonzerne die Kraftstoffpreise wieder deutlich erhöht, teilte der ADAC mit. So habe Diesel am Wochenende mit 1,071 Euro je Liter sein Monatshoch erreicht.

Auch die Preise für Rohöl haben sich am Dienstag in Nähe ihrer Jahreshöchststände gehalten. Ein Barrel (159 Liter) der US-Sorte West Texas Intermediate kostete am Mittag 68,26 US-Dollar. Das waren 32 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent sank um 31 Cent auf 67,68 Dollar. Die Ölpreise notieren derzeit so hoch wie zuletzt im November. Trotz der leichten Kursverluste verwiesen Händler nach wie vor auf die gute Stimmung an den Aktienmärkten als Triebfeder des Preisanstiegs. Vor allem jüngste Konjunkturdaten diesseits wie jenseits des Atlantiks hätten den Optimismus der Anleger gestützt. Dies lasse eine robuste Ölnachfrage erwarten, mit Auftrieb für die Preise.

Die Commerzbank warnte vor zu großem Optimismus. „Offensichtlich nimmt der Ölmarkt bereits viele positive Entwicklungen vorweg“, hieß es in einer Studie vom Dienstag. Jüngste Wirtschaftsdaten bestätigten zwar, dass sich die Konjunkturabkühlung verlangsame. Sie deuteten aber noch keinen Aufschwung an. Fundamental sei der gegenwärtige Preisanstieg jedenfalls nicht zu begründen. Deswegen bestünde die Gefahr einer Korrekturbewegung nach unten. AFP/dpa

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