Wirtschaft : Teurer als erwartet

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Der Bund wird dieses Jahr voraussichtlich bis zu 3,5 Milliarden Euro zusätzlich für das ArbeitslosengeldII ausgeben müssen. „Wir haben hier eine bedrückende Kostenexplosion“, sagte Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD). Im Gegensatz zum Arbeitslosengeld I – das aus den Beiträgen zur Arbeitslosenversicherung finanziert wird – werden die Leistungen für Langzeitarbeitslose mit Steuergeldern bezahlt. Erst im Sommer hatte der Haushaltsausschuss des Bundestages die Mittel für das ALG II um acht Milliarden Euro auf 22,6 Milliarden Euro aufgestockt. Der Grund für die zusätzlichen Kosten: Die Zahl der ArbeitslosengeldII-Bezieher ist deutlich höher als zu Jahresanfang angenommen. Clement sagte, es gebe immer noch einen Zuwachs bei den Bedarfsgemeinschaften, der rational nicht begründet werden könne. Telefonische Stichproben erlaubten die Annahme, dass zehn Prozent derjenigen, die jetzt noch in den Arbeitslosenstatistiken stünden, dort nicht hineingehörten. dpa

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