Wirtschaft : Teures Öl: Glos rüttelt an Atomausstieg

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Berlin - Steigende Ölpreise sind nach Einschätzung von Bundeswirtschaftsminister Michael Glos ein weiteres Argument für längere Laufzeiten von Atomkraftwerken. „Ich denke, das ist ein Grund mehr, den Ausstieg aus der Kernenergie zu überdenken“, erklärte der CSU-Politiker am Dienstag in Berlin. Zugleich warnte er die Stromkonzerne vor weiteren Preiserhöhungen. „Die Strompreise haben sowohl für die Industrie als auch für die Verbraucher eine Schmerzgrenze erreicht, die nicht überschritten werden darf.“

Vertreter der Windkraftbranche wiesen darauf hin, dass die erneuerbaren Energien mittlerweile preisdämpfend auf den Strompreis wirkten. „Sobald die Wetterprognose einen windreichen Tag voraussagt, fällt der Preis an der Leipziger Energiebörse EEX“, sagte der Vorstand des größten deutschen Windparkbetreibers WPD, Klaus Meier. Zu Spitzenzeiten koste Strom in Leipzig mittlerweile 9,5 Cent je Kilowattstunde. Windstrom hingegen wird laut Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) mit lediglich 7,9 Cent vergütet. awm

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