Wirtschaft : Texas Pacific kauft mit Partnern Burger King Fastfood-Kette ist bereits seit

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London (dpa/HB). Die Diageo plc, London, hat dem Verkauf ihrer Tochter Burger King Corporation an ein Konsortium aus der Texas Pacific Group, Bain Capital und Goldman Sachs Capital Partners zugestimmt. Der Preis liege bei 2,26 Milliarden Dollar bei einer schuldenfreien Übergabe der Tochter, teilte der britische Getränkehersteller am Donnerstag mit. Die Zahlung eines Teils des Verkaufspreises sei davon abhängig gemacht worden, dass Burger King bestimmte Ziele im abgelaufenen Geschäftsjahr (30. Juni) erreicht habe. Die eingenommenen Mittel wolle Diageo in das Geschäft mit hochpreisigen Getränken investieren und den Anteilseignern auszahlen.

Burger King behalte ein geringes Betriebskapital, teilte Diageo weiter mit. Darin seien 15 Millionen Dollar an Barmitteln enthalten. Der Verkauf werde wahrscheinlich im vierten Quartal des laufenden Kalenderjahres abgeschlossen.

Zwei Mit-Bieter sind ausgeschieden, weil sie mit ihrem Angebot nicht über 2,1 Milliarden Dollar hinausgingen. Die Investment-Gesellschaft TPG bringt mindestens 600 Millionen Dollar selbst auf, der Restbetrag soll über Kredit finanziert werden.

Der Chef von TPG, David Bonderman, gilt als erfahrener Sanierer. Auf diese Expertise setzt wohl der angeschlagene Burger King. Die US-Kette hat zwar immer noch einen starken Markenn und betreibt über 11500 Filialen. Doch zwischen 1996 und 2001 nahmen die Kundenzahlen in den USA um 20 Prozent ab. Nicht weniger als neun neue Unternehmenschefs versuchten in den vergangenen 13 Jahren, Burger King wieder fit zu machen. Die angeschlagene Situation war auch ein Grund, warum sich Diageo von seinem Problemkind Burger King schon seit längerem trennen wollte. Ursprünglich war ein Börsengang geplant, der wegen der schwachen US-Börse und ungünstigen Prognosen jedoch nicht mehr in Frage kam. So war bereits seit Wochen die Rede davon, dass die Trennung durch ein Management-Buy-Out erfolgen würde.

Texas Pacific bemüht sich zusammen mit der Investorengruppe Flowers auch um eine Übernahme der Bankgesellschaft Berlin. Sie steht damit in Konkurrenz unter anderem mit der NordLB und den Sparkassen sowie der Berliner Volksbank, die aber nur die Berliner Bank übernehmen will. Eine Entscheidung wird aber erst im Herbst erwartet.

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