Wirtschaft : Theoretisch gut informiert

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Finanzmarktförderungsgesetz: In dieser Legislaturperiode will die Bundesregierung das vierte Finanzmarktförderungsgesetz verabschieden. Mit Hilfe des Gesetzes sollen die deutschen Kapitalmärkte besser reguliert werden. Das erste Finanzmarktförderungsgesetz wurde 1990 verabschiedet. Im Vordergrund des vierten Gesetzes steht die Verbesserung des Anlegerschutzes, der besonders nach den Pleiten am Neuen Markt diskutiert wurde.

Ad-hoc-Mitteilung: Gibt es Nachrichten aus einem börsennotierten Unternehmen, die den Kurs der betreffenden Aktie beeinflussen könnten, dann muss die Firma - laut Wertpapierhandelsgesetz - umgehend eine so genannte Ad-hoc-Mitteilung ausgeben. So sollen die Börsenteilnehmer möglichst schnell auf den gleichen Wissensstand gebracht und der Insiderhandel ausgeschlossen werden.

Prospekthaftung: Vor einem Börsengang oder Kapitalerhöhung muss sich ein Unternehmen den potenziellen Investoren in einem Verkaufsprospekt vorstellen. In dem Prospekt muss der Emittent der Wertpapiere die Finanz- und Geschäftssituation darlegen. Werden dabei absichtlich oder fahrlässig falsche Angaben gemacht und hat sich ein Anleger auf Grund dieser Daten zum Kauf der Wertpapiere entschlossen, kann dieser Aktionär die für den Prospekt Verantwortlichen auf Schadenersatz verklagen.

Lock-up-Frist: Altaktionäre eines Unternehmens verpflichten sich in der Regel beim Börsengang ihres Unternehmens - oder auch bei einer Kapitalerhöhung - dazu, eigene Aktien erst nach Ablauf eines bestimmten Zeitraums zu veräußern. Diese Selbstverpflichtung soll Vertrauen schaffen, denn kaum ein Anleger wäre bereit, sein Geld in eine Firma zu investieren, deren Eigentümer selber nicht an die eigene Idee zu glauben scheint und so schell wie möglich Kasse machen will.

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