Wirtschaft : Thyssen-Krupp: Der steinige Weg zur Fusion

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Begonnen hatte alles im März 1997 mit dem Versuch einer feindlichen Übernahme von Thyssen durch Krupp. Der Plan, der vorzeitig publik wurde, scheiterte am massiven Wiederstand von Thyssen. Doch auf Drängen der Politik wurden die Stahlaktivitäten mit der Gründung der Thyssen-Krupp-Stahl GmbH zusammengelegt. Eine quälende Personaldebatte verhinderte im Sommer 1997 eine weitere Fusion beider Konzerne. Schließlich musste Thyssen-Vorstandschef Dieter Vogel im Januar 1998 seinen Platz für Ekkehard Schulz, Vorstandschef der neuen Thyssen-Krupp-Stahl GmbH, räumen. Damit konnten Schulz und Krupp-Chef Gerhard Cromme als Führungsduo an die Spitze von Thyssen-Krupp treten. Thyssen-Chef Kriwet wurde Aufsichtsratschef des fünftgrößten deutschen Industriekonzerns. Verzögert wurde der Zusammenschluss auch durch Thyssen-Aktionäre, die sich bei dem vorgeschlagenen Tauschverhältnis ihrer Anteile benachteiligt fühlten. Nach der Fusion erlitt das Führungsduo einige Rückschlage: So missglückte der Versuch, die Mannesmann-Sparte Atecs zu kaufen. Auch der angekündigte Börsengang der Stahlsparte wurde abgesagt.

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