Ticker : Aktuelle Streikmeldungen

14:20 Uhr: "Wir sind kompromissbereit"



Die Deutsche Bahn hat die Lokführergewerkschaft GDL nochmals zu Tarifverhandlungen aufgefordert. "Wir sind kompromissbereit", sagte Bahn-Personalvorstand Margret Suckale. Die GDL habe jedoch bislang streiken und nicht verhandeln wollen. Ein neues Angebot legte das Unternehmen nicht vor. Nach Worten Suckales wäre es gut, wenn sich Bahn und GDL noch einmal über die Interpretation des Vermittlungsergebnisses von Ende August unterhalten würden. An eine Ausgliederung der Lokführer in eine eigene Tochtergesellschaft sei nicht gedacht, sagte Suckale. Über diese Idee hatte die "Financial Times Deutschland" berichtet.

14:06 Uhr: Streik im Güterverkehr wirkt sich deutlich aus

Die Folgen des Lokführerstreiks im Güterverkehr sind nach Angaben der Bahn am zweiten Tag deutlich spürbar geworden. Im Osten Deutschlands sei der Güterverkehr nahezu vollständig zum Erliegen gekommen, teilte die Deustche Bahn AG mit. Im Westen seien zwei Drittel der Transportzüge betroffen. Wichtige Züge, etwa zur Belieferung von Kraftwerken, hätten fahren können. Mehrere hundert Züge im Ausland warteten darauf, nach Deutschland einzufahren. Rund 1000 Lokführer seien heute im Streik gewesen, berichtete die Bahn. Schon jetzt sei klar, dass die Auswirkungen des Streiks noch wochenlang bemerkbar bleiben würden.

11:10 Uhr: BMW kommt mit Streik noch zurecht

Der Autobauer BMW kommt mit den Folgen des Streiks im Güterverkehr noch zurecht. "Kurzfristig haben wir keine Probleme", sagte ein Sprecher. Der Betrieb sei derzeit nicht beeinträchtigt. Der Konzern unternehme große Anstrengungen, um Waggons zu bekommen und einen Teil der Transporte auf die Straße zu verlagern. "Bisher haben wir kein Problem, die Autos vom Hof zu bekommen." Allerdings könnten sich die Probleme bei einem längeren Streik vergrößern. Derzeit mieten BMW-Logistiker unter anderem größere Flächen an, auf denen notfalls die fertigen Autos zwischengelagert werden können.

10:03 Uhr: VW rechnet bis Samstag nicht mit Produktionsausfällen

Der Autobauer Volkswagen rechnet wegen des Streiks im Bahn-Güterverkehr vorerst nicht mit Produktionsausfällen. "Bis zum Ende des Streiks am morgigen Samstag erwarten wir keine grundsätzlichen Auswirkungen auf die Fertigung", sagte ein VW-Sprecher. Am Donnerstag habe VW weitgehend eine störungsfreie Belieferung und Entsorgung der Werke in Deutschland verzeichnet. Es habe zwar vereinzelte Verspätungen gegeben, die aber keine Auswirkungen auf die Fertigung gehabt hätten. Vereinzelt sei es zu Verlagerungen auf Lastwagen gekommen.

09:42 Uhr: Güterumschlag im Rostocker Seehafen weitgehend normal

Im Rostocker Seehafen, einer der Schwerpunkte des Streiks im Bahn-Güterverkehr, läuft der Güterumschlag laut Hafen-Entwicklungsgesellschaft weitgehend normal. "Die Züge werden abgefertigt und die Fähren beladen. Hier und da holpert es aber", sagte Hafensprecher Christian Hardt am Morgen. Auch bei den Zügen, die mit Lastwagen-Anhängern be- und entladen werden, gebe es keine Schwierigkeiten. Ein seit Donnerstagnachmittag erwarteter Güterzug aus Basel (Schweiz) sei aber noch nicht angekommen. Am Morgen sollten zwei Züge den Hafen Richtung Verona (Italien) verlassen, nach derzeitigem Stand könnten sie fahren, hieß es.

09:38 Uhr: GDL zieht erste Streikbilanz

An dem bundesweiten Streik im Güterverkehr der Bahn haben sich nach Angaben der Lokführergewerkschaft GDL bisher bundesweit mehr als 1800 Lokführer beteiligt. Rund 1000 Züge seien seit Beginn des Ausstandes am Donnerstagmittag liegen geblieben, sagte GDL-Chef Manfred Schell. "Je länger der Streik dauert, umso mehr Züge kommen hinzu." Die Bahn spricht dagegen lediglich von 900 Lokführern und 700 liegengebliebenen Zügen. Eine Lösung des festgefahrenen Konflikts ist auch am zweiten Streiktag nicht in Sicht: "Wir reden miteinander, aber wir sind uns nicht näher gekommen", sagte Schell. (mit dpa/AFP/ddp)

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