Tierische Konjunktur : Deutsche geben mehr als fünf Milliarden Euro für Hunde aus

Der Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) hat auf die wachsende Bedeutung des Hundes als Wirtschaftsfaktor hingewiesen. Vor allem der Markt für Zubehör wachse stetig. „Luxus wird dabei immer mehr ein Thema“, sagte ein Sprecher am Montag und verwies auf die vielen Hundeboutiquen, die in den vergangenen Jahren in Top-Lagen der Städte und im Internet eröffnet haben. Laut einer Studie der Uni Göttingen von 2006 gaben Deutsche damals jährlich fünf Milliarden Euro für die Anschaffung, Nahrung, Steuern, Tierarztkosten und Zubehör aus. Rund fünf Millionen Hunde leben hierzulande, statistisch kostete ein Hund seinen Halter also etwa 1000 Euro im Jahr. 2006 machten die Ausgaben im Zusammenhang mit Hundehaltung 0,22 Prozent des Bruttoinlandsproduktes aus. Das entsprach einem Fünftel des Beitrages der Landwirtschaft.

„Vor allem im Bereich der Dienstleistung für das Tier dürfte es seitdem eine massive Ausweitung gegeben haben“, sagte jetzt der Forscher Götz Zeddies, Mitautor dieser bisher größten Studie zur Hunde-Ökonomie. Die Kette Fressnapf bestätigte den Trend: Sie konnte ihren Umsatz 2008 binnen eines Jahres um 15 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro steigern. „In der Krise sind wir besonders stark gewachsen“, sagte Sprecher Achim Schütz. Er vermute, dass sich die Menschen immer mehr ins Eigenheim zurückziehen und daher mehr Geld für ihre Liebsten ausgeben. kph

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