Wirtschaft : Tipps für den Kauf der Martinsgans

Schmackhaftes Fleisch und wenig Fett haben nur Gänse, die langsam aufgezogen wurden und genügend Auslauf hatten. Darauf weist die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen anlässlich des Martinstags an diesem Montag hin. Kunden sollten beim Kauf auf gesetzlich geschützte Kennzeichnungen wie „Bio-Gans“, „Auslaufhaltung“ oder „bäuerliche Freilandhaltung“ achten, rät die Verbraucherzentrale. Nur dann sei eine tierfreundliche Aufzucht garantiert, ergänzt der Deutsche Tierschutzbund. Nicht blenden lassen sollten sich Verbraucher von Abbildungen von grünen Wiesen oder der Floskel „Gutes vom Bauernhof“ auf der Verpackung einer tiefgefrorenen Gans. In solchen Fällen könnten die Vögel nämlich aus nicht artgerechter Zwangsmast stammen.

Bei „Freilandhaltung“ ist dagegen gesetzlich geregelt, dass jedes Tier mindestens vier Quadratmeter Auslauf haben muss. Bei „bäuerlicher Freilandhaltung“ sind es sogar zehn Quadratmeter. Wer eine frisch geschlachtete, heimische Gans direkt ab Hof kauft, sollte zur Sicherheit nach der Herkunft des Fleisches fragen. Denn die Produktion hierzulande deckt den Bedarf in Deutschland bei Weitem nicht. Tiefkühlgänse aus dem Supermarkt kommen zur großen Mehrheit aus Osteuropa. In Ungarn ist wie in Frankreich und Bulgarien das Stopfen der Tiere zulässig. In Polen würden den Gänsen häufig lebend die Federn ausgerupft, kritisieren die Verbraucherschützer.dpa

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