• Tipps für den Urlaub: Bargeldumtausch ist in Deutschland am teuersten - Ein Mix der Zahlungsmittel ist sinnvoll

Wirtschaft : Tipps für den Urlaub: Bargeldumtausch ist in Deutschland am teuersten - Ein Mix der Zahlungsmittel ist sinnvoll

Wer im Urlaub günstig und bequem zahlen will, sollte laut Stiftung Warentest nur wenig Bargeld und stattdessen Reisechecks, Kreditkarte oder ec-Karte einpacken. Scheine und Münzen seien das mit Abstand unsicherste Zahlungsmittel und bei Diebstahl meist unwiederbringlich verloren, erinnerte die Verbraucherorganisation in der Zeitschrift "Finanztest" (Juli-Ausgabe). Generell sei die Kombination verschiedener Zahlungsmittel sinnvoll. Wer allerdings vor der Abreise Bargeld tauscht, muss bei den Banken in Deutschland teilweise mit üppigen Provisionen rechnen. Auch das Einlösen von Ec-Schecks und einigen Reiseschecks im Ausland ist laut Stiftung Warentest teuer.

In den meisten Fällen sind Urlauber gut beraten, nur so viel Bargeld mitzunehmen, wie sie für die ersten Stunden im Urlaubsland benötigen. Auch die Umtauschprovisionen und die Kurse, zu denen die deutschen Banken umtauschen, seien nicht immer leicht zu durschauen, bemängeln die Verbraucherschützer. Eine Stichprobe habe ergeben, dass der Kunde für den Umtausch von 1000 Mark in Dollar zwischen 20 und fast 65 Mark in Form von Kursabschlägen oder Provisionen bezahlen muss. Ähnlich viel kosten britische Pfund und dänische Kronen.

Dennoch kann niemand ganz auf Bargeld verzichten. Wer dabei günstig wegkommen will, sollte einige Regeln beachten. Einen kostenlosen Bargeldumtausch bieten in den Euro-Ländern die Notenbanken, aber auch die meisten Banken innerhalb Eurolands geben sich mit weniger Provision zufrieden als die deutschen. Auch außerhalb der EU ist der Tausch vor Ort vor allem in Ländern mit schwacher Währung wie der Türkei oft günstiger als in Deutschland, raten die Verbraucherschützer. Gebührenfrei sind ebenfalls die ersten vier Abhebungen mit der SparCard der Postbank sowie das Zahlen mit Kreditkarten, deren Herausgeber innerhalb Europas auf Auslandsprovisionen verzichten. Dazu zählten unter anderem American Express und die BHW Bank.

Generell ist die Kreditkarte weltweit ein bequemes Zahlungsmittel. Für eine Bargeldabhebung im Ausland kassieren die Anbieter allerdings bis zu vier Prozent Gebühren, häufig mindestens fünf bis zehn Mark. Allerdings können Kunden auf viele Kreditkartenkonten inzwischen ein Guthaben einzahlen; dann kosten die Abhebungen bei einigen Anbietern weniger.

Unverzichtbares Zahlungsmittel ist laut Stiftung Warentest die ec-Karte, die mittlerweile weltweit einsetzbar ist und immer häufiger auch ohne Scheck akzeptiert wird. Sie sollte aber eher für Rechnungen mit höheren Beträgen eingesetzt werden, da Gebühren von 1,50 Mark bis maximal 7,50 Mark fällig werden. Die Kosten für Bargeldabhebungen per ec-Karte haben sich erhöht und liegen zwischen fünf und neun Mark.

Eine Alternative vor allem für Fernreisende und Individualtouristen sind demnach Reise- oder Travellerschecks. Sie seien sicherer als Bargeld, bei Verlust zu ersetzen, unbegrenzt gültig und weltweit gut akzeptiert. Die heimischen Banken verlangen beim Kauf üblicherweise ein Prozent des Betrages. Im Ausland werden beim Einlösen allerdings meist noch einmal Kosten fällig. Am günstigsten sind demnach Vertragspartner des ausgebenden Unternehmens, die sich jeder Urlauber laut Stiftung Warentest deshalb gleich beim Kauf der Schecks nennen lassen sollte.

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