Wirtschaft : Tipps zum Aktienkauf

Jede in Deutschland notierte Aktie hat eine Wertpapier-Kennnummer (WKN). Durch sie kann die Aktie zweifelsfrei identifiziert werden. So haben verschiedene Aktientypen eines Unternehmens - beispielsweise Stamm- und Vorzugsaktien - unterschiedliche Wertpapier-Kennnummern.

Depotgebühren. Aktien kauft man bei der Bank oder Sparkasse. Dazu muss der Kunde ein Depot einrichten lassen, in dem alle Wertpapiere gebucht werden können. Die Depotgebühren liegen bei vielen Instituten jährlich zwischen 0,1 und 0,2 Prozent des Kurswertes.

Kauf- und Verkaufsgebühren. Hier gilt ein Prozent vom Kurswert als Standard für Aktien. Vorsicht: Manchmal gibt es auch Mindestgebühren, zum Beispiel 20 oder 50 DM je Kauf. Das macht kleinere Aufträge unter Umständen unrentabel. Bei 50 DM Minimum sind Aufträge unter 5000 DM Volumen schon teurer als ein Prozent.

Alternative Direktbank. Billiger als bei "normalen" Banken sind Wertpapiergeschäfte bei Direktbanken oder sogenannten Billigbrokern - etwa der Dresdner-Bank-Tochter Advance Bank, dem HypoVereinsbank-Spross Direkt-Anlage-Bank, dem Commerzbank-Unternehmen Comdirekt oder der Schmidt-Bank-Gründung Consors. Diese mehr oder minder virtuellen Institute sind nur telefonisch oder per Internet zu erreichen. Eine persönliche Beratung, wie sie für Anfänger empfehlenswert ist, findet dort in der Regel nicht statt. Allerdings gibt es große Unterschiede zwischen den vielen neuen Anbietern. Die Advance Bank zum Beispiel berät ihre Kunden am Telefon oder schriftlich. Consors wiederum ist auf erfahrene Anleger spezialisiert, die sehr häufig kaufen und verkaufen.

Rabatte. Wer günstigere Gebühren sucht, muss aber nicht gleich die Bank wechseln. Viele Institute bieten inzwischen kräftige Rabatte für Kunden, die ihre Geschäfte per Telefon oder Internet erledigen - auf diese Weise wird die Hausbank selbst zum Billigbroker. Wer etwas mehr Geld anlegt, kann unter Umständen auch im Schaltergeschäft Sonderkonditionen bekommen.

Auslandsaktien. Bei ausländischen Aktien empfiehlt es sich, solche zu kaufen, die auch an einer deutschen Börse notiert werden. Dann nämlich fallen weniger Gebühren an als beim Wertpapierhandel in New York und Tokio.

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