Titan Aerospace : Google kauft Drohnen-Hersteller für Internet-Versorgung

Damit könnte das Netz in die entlegensten Regionen der Welt gelangen: Der Suchmaschinenriese Google kauft den Drohnen-Hersteller Titan Aerospace. Entwicklungsländer sollen künftig aus der Luft mit Internetanschlüssen versorgt werden.

Google will das Internet in entlegene Regionen bringen. Jetzt hat das Unternehmen dafür eine Drohnenfirma gekauft. Foto: dpa
Google will das Internet in entlegene Regionen bringen. Jetzt hat das Unternehmen dafür eine Drohnenfirma gekauft.Foto: dpa

Der Wettlauf zwischen Google und Facebook um die Internet-Versorgung von Entwicklungsländern gewinnt an Schärfe. Google kaufte den Drohnen-Hersteller Titan Aerospace, an dem zuvor auch Facebook interessiert gewesen sein soll. Ein Preis wurde am Montag nicht genannt. Titan solle am Projekt Loon mitarbeiten, das mit Antennen auf riesigen Ballons Internet-Anschlüsse in entlegene Regionen bringen solle, erklärte Google dem „Wall Street Journal“.

Die Drohnen von Titan, die noch in der Entwicklung sind, sollen mit Hilfe von Sonnenenergie angetrieben werden. Damit könnten sie fünf Jahre in einer Höhe von etwa 19 Kilometern fliegen. Die Flügel-Spannweite liegt mit knapp 50 Metern in der Dimension einer Boeing 767. Die Technik soll nach bisherigen Angaben 2015 reif für den Einsatz sein.

Google Project Loon
Mit einem waghalsigen Projekt will Google Weltregionen ohne Internetanschluss aus Ballons in 20 Kilometern Flughöhe mit einem Netzzugang versorgen. In der Nähe des Lake Tekapo auf der Südinsel Neuseelands wurden 30 Ballons für ein Pilotprojekt gestartet. Der Projekt-Name „Loon“ der Name spielt auf die englischen Wörter „balloon“ (Ballon) und „lunatic“ (verrückt) an. Foto: AFPAlle Bilder anzeigen
1 von 7Foto: AFP
16.06.2013 15:26Mit einem waghalsigen Projekt will Google Weltregionen ohne Internetanschluss aus Ballons in 20 Kilometern Flughöhe mit einem...

Anfang März hatte Medienberichte gegeben, wonach Facebook über einen Kauf von Titan verhandelt. Dem US-Sender CNBC zufolge ging es um etwa 60 Millionen Dollar. Stattdessen übernahm das Online-Netzwerk aber den britischen Drohnen-Entwickler Ascenta, der ebenfalls an solarbetriebenen Drohnen arbeitet. Der Preis lag laut „Wall Street Journal“ bei 20 Millionen Dollar. Facebook will mit der Technik ebenfalls günstige Internet-Zugänge in entfernte Regionen in der Dritten Welt bringen. (dpa)

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