Wirtschaft : Tobin-Steuer: Weiter Skepsis gegenüber Steuer auf Devisenhandel

Der belgische Finanzminister und Vorsitzende der Eurogruppe, Didier Reynders, hat sich skeptisch über Vorschläge für eine Steuer auf Kapitalbewegungen geäußert. "Ich zweifele an der Wirksamkeit", sagte Reynders der französischen Tageszeitung "Le Monde". Die so genannte Tobin-Steuer sei kaum das richtige Instrument, um gegen spekulative Kapitalbewegungen vorzugehen. Der französische Premierminister Lionel Jospin hatte kürzlich eine EU-weite Debatte über die Tobin-Steuer angeregt. Zweck der Steuer ist es, kurzfristige und spekulative Kapitalbewegungen zu bremsen. In den vergangenen Tagen hatten sich bereits EU-Handelskommissar Pascal Lamy und Frankreichs Zentralbankchef Jean-Claude Trichet skeptisch geäußert. Die Steuer ist nach dem Nobelpreisträger James Tobin benannt, der ebenfalls Zweifel daran hat, ob sie umgesetzt werden kann. Der Grund: Alle Länder der Welt müssten die Einführung der Steuer beschließen.

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