Wirtschaft : Tokioter Börse beunruhigt die Finanzmärkte

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Berlin - Die Börsen haben wieder den Rückwärtsgang eingelegt. Am Mittwoch gaben die Aktienkurse auf breiter Front nach. Auslöser ist ein Kursrutsch an der Börse Tokio, nachdem neue Betrugsvorwürfe gegen die populäre Internetfirma Livedoor erhoben wurden. Wegen der großen Zahl der Verkäufe musste die Börse ihren Handel das erste Mal in der Geschichte vorzeitig beenden. Es drohte eine Überlastung der Rechner.

Verstärkt wurde der negative Trend durch Geschäftszahlen der Technologiekonzerne Intel und Yahoo, die nicht die Erwartungen der meisten Experten erfüllten (siehe Seite 17). Zudem ist Rohöl durch die politischen Auseinandersetzungen um das iranische Atomprogramm wieder deutlich teurer geworden.

Der japanische Leitindex Nikkei 225 verlor zwischenzeitlich mehr als 700 Zähler und schloss bei 15341,18 Punkten – ein Minus von rund drei Prozent. Der Deutsche Aktienindex (Dax) sank um 1,2 Prozent auf 5396 Punkte. Nach Einschätzung der Fondsgesellschaft Union Investment nutzten die deutschen Anleger allerdings auch die schlechten Nachrichten mehr als Anstoß, nach den Kursgewinnen der letzten Zeit die Gewinne in Sicherheit zu bringen und Kasse zu machen, als dass sie tatsächlich beunruhigt worden wären. „Nach dem Anstieg ist eine kurze Pause nicht ungewöhnlich“, sagte ein Sprecher. hop

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