Wirtschaft : Tom Cruise dreht erst 2005 in Babelsberg Paramount verschiebt Millionen-Produktion

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Berlin Schlechte Nachrichten für die neuen Eigentümer des Filmstudios Babelsberg: Der Drehstart für den Paramount-Actionfilm „Mission Impossible 3“ mit dem Hollywood-Star Tom Cruise in der Hauptrolle ist auf den Sommer 2005 verschoben worden. Das bestätigte am Donnerstag Studio-Sprecher Felix Neunzerling. Ein Grund sei, dass für den Film ein neuer Regisseur gefunden werden müsse. Für die Region Berlin-Brandenburg und das Studio, das vor knapp vier Wochen von Vivendi an Privatinvestoren verkauft wurde, bedeutet dies Einnahmeausfälle in Millionenhöhe.

„Das hat für uns böse Konsequenzen“, sagte Studio-Betriebsratschef Jan-Peter Schmarje. „Für die neuen Eigentümer ist das die erste Nagelprobe.“ Sie müssten versuchen, die Lücke mit einer anderen Produktion zu füllen. Neunzerling zufolge wollte Produktionsleiter Henning Molfenter zügig Gespräche in Hollywood aufnehmen. „Mission Impossible 3“ hat laut Neunzerling ein Produktionsvolumen „jenseits der Grenze von 100 Millionen Dollar“. Ein Viertel bis ein Drittel des Budgets kämen durch „einkalkulierte Nachdrehs“ noch hinzu. Von den Gesamtausgaben wären „fünf bis zehn Prozent 2004 im Studio umgesetzt worden, insgesamt wären es in Berlin-Brandenburg 30 bis 40 Prozent gewesen.“ Dieser Umsatz werde nun erst 2005 gemacht.

Für die Investoren Carl Woebcken und Christoph Fisser, die auf Anfrage keine Stellungnahme abgeben wollten, erhöht sich jetzt das finanzielle Risiko. Vivendi hatte ihnen eine Anschubfinanzierung von 18 Millionen Euro gewährt. Ein endgültiges Aus für „Mission Impossible 3“ befürchtet das Studio aber nicht. „Die Motivverträge werden weiter bezahlt, eine Kerngruppe der Crew arbeitet vor Ort“, sagte Henning Molfenter. Paramount habe schon viel investiert. „Das wegzuschmeißen, ist sehr kostspielig.“ mot/sch

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