Wirtschaft : Tonträger werden digitalisiert - 2000 schwarze Zahlen erwartet

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Der Berliner Musikproduzent Jack White rüstet sich für die Expansion ins Internetgeschäft und will seine Präsenz im Ausland weiter ausbauen. Zur Zeit würden sämtliche Tonträger im Bestand des Unternehmens digitalisiert, ein Businessplan für ein Joint Venture mit dem Computerunternehmen CE Consumer Electronics sei geschrieben, sagte Vorstandschef Jack White am Dienstag in Berlin bei der Vorlage der Bilanz für das Geschäftjahr 1999. An der gemeinsamen Gesellschaft mit dem Namen Virtual Music Exchange soll die Jack White Productions AG 49,9 Prozent der Anteile halten. Durch den Zukauf von Rechtekatalogen habe sich der Gesamtbestand an Lizenzrechten seit dem Börsengang verfünffacht. Insgesamt besitze die Gruppe heute rund 10 000 Lizenzrechte an Tonträgernaufnahmen. Das Unternehmen ist seit dem November 1999 am Neuen Markt notiert.

Im Geschäftsjahr 1999 erzielte Jack White einen Umsatz von 4,8 Millionen Mark, wovon zwei Drittel in den USA erwirtschaftet wurden. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit lag bei 1,65 Millionen Mark. Einschließlich der Kosten für den Börsengang ergab sich ein Jahresfehlbetrag von 1,8 Millionen Mark. Kosten von einer Million Mark verursachte die Gründung einer US-Tochter, so dass im Konzern ein Fehlbetrag von 2,8 Millionen Mark verblieb. Für 2000 hob der Produzent die Prognosen an: Statt der avisierten 10,6 will White jetzt 36,5 Millionen Markt Umsatz erzielen. Das Nettoergebnis soll von 5,8 auf 13,5 Millionen steigen. Nach Steuern wird ein Jahresüberschuss von 7,2 Millionen Mark erwartet.

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