Wirtschaft : TotalFinaElf erwartet nach Irak-Krieg fallende Ölpreise

Der schwache Dollar drückt das Ergebnis des Ölkonzerns

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Paris (dpa). TotalFinaElf, einer der weltweit größten Mineralölkonzerne, hat im vergangenen Jahr beim Gewinn stark eingebüßt. Der Reingewinn sank um 22 Prozent auf 5,94 Milliarden Euro, vor Sondereffekten ging er um 17 Prozent auf 6,26 Milliarden Euro zurück. Der Jahresumsatz des Konzerns verringerte sich um drei Prozent auf 102,54 Milliarden Euro. Vorstandschef Thierry Desmarest begründete den Rückgang vor allem mit der deutlichen Abschwächung des DollarKurses.

An der Börse Paris verlor die Aktie von TotalFinaElf zunächst deutlich, kletterte aber im Verlauf des Tages zurück in die Gewinnzone. Analysten waren vor allem von dem Chemie- und Raffineriegeschäft enttäuscht.

Desmarest erwartet keine dramatischen Auswirkungen eines möglichen Militärschlags im Irak auf den Ölpreis, auch dann nicht, wenn die Ölförderung im Irak dadurch unterbrochen wird. Nach dem starken Anstieg der Ölpreise rechne er im zweiten Halbjahr mit einem substanziellen Rückgang, sagte der Konzernchef. Die Gefahr durch in Brand gesetzte Ölfelder bei einem militärischen Konflikt hält er für begrenzt. Die Industrie verfüge über die Technik, die Feuer innerhalb weniger Monate zu löschen.

Durch die höheren Ölpreise zum Jahresende verlief allerdings das vierte Quartal 2002 deutlich positiver als das Gesamtjahr. So hat sich der Reingewinn für diesen Zeitraum auf 1,37 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt. 2001 machte er lediglich 652 Millionen Euro aus. Vor Sondereffekten stieg er um 13 Prozent auf 1,61 Milliarden Euro bei einem Umsatzplus um 14 Prozent auf 26,90 Milliarden Euro.

Desmarest kündigte neben der Vorlage der Geschäftszahlen am Donnerstag außerdem an, der Konzern werde künftig „Total“ heißen. Drei Jahre nach der Fusion von Total-Fina und Elf-Aquitaine sei der Zeitpunkt für einen eingängigeren Namen gekommen.

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