Wirtschaft : Tourismus: Deutsche zahlen mehr für Urlaubsreisen

Die Deutschen lassen immer mehr Geld für den Urlaub springen. Die Ausgaben für Auslandsreisen sind im Jahr 2000 nach Schätzungen der Dresdner Bank um weitere sechs Prozent auf rund 96,3 Milliarden Mark gestiegen, verkündete Walter Gehring von der Stuttgarter Messegesellschaft am Freitag vor der Eröffnung der Messe Caravan Motor Touristik, die am heutigen Sonnabend beginnt.

Für 2001 erwarten die Veranstalter dank zunehmender Kaufkraft der deutschen Haushalte eine ähnliche Steigerung. Die 100-Milliarden-Mark-Schallgrenze werde wohl überschritten werden, erklärte Gehring. Dazu tragen auch Preissteigerungen bei. Eine Pauschalreise kostete im vergangenen Jahr durchschnittlich 1052 Mark und damit 19 Mark mehr als im Vorjahr. Für 2001 sei je nach Zielgebiet mit Aufschlägen von drei bis zwölf Prozent zu rechnen, erklärte Gehring.

Die Reiseländer Türkei und Ägypten seien im Jahr 2000 die Gewinner gewesen, hieß es. In der Türkei sei die Zahl der Gäste um 30 Prozent, in Ägypten sogar um 40 Prozent gestiegen. Das meiste Geld lassen die Deutschen nach wie vor in Ländern, die sie am liebsten mit dem Auto ansteuern. Von 73 Milliarden Mark, die zwischen Januar und September 2000 jenseits der Grenzen ausgegeben worden seien, habe Italien mit 11,8 Milliarden Mark den Löwenanteil abbekommen, dichtauf gefolgt von Spanien mit 11,7 Milliarden Mark, sagte Gehring. Österreich, Frankreich und die Schweiz belegten die nächsten Plätze. Partnerländer der Stuttgarter Caravan Motor Touristik sind dieses Mal Italien und die Mongolei.

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