Tourismus : Mehr ausländische Gäste als im WM-Jahr

Deutschland bleibt auch nach der Fußball-Weltmeisterschaft ein beliebtes Reiseziel. 2007 stieg die Zahl der Übernachtungen im Gastgewerbe um drei Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Berlin - 54,8 Millionen ausländische Gäste verbrachten im vergangenen Jahr mindestens eine Nacht in deutschen Hotels, Pensionen und auf Campingplätzen  Das teilte das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mit. Bereits im WM-Jahr hatte es ein Plus von 10,3 Prozent gegeben.

„Die schon sehr erfreuliche Entwicklung von 2006 konnte weiter fortgesetzt werden“, sagte der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Ernst Hinsken (CSU), dem Tagesspiegel. „Die Fußball-WM hatte weltweit insgesamt mehr als 30 Milliarden Zuschauer, die auf diese Weise ein positives Bild von Deutschland vermittelt bekamen.“ Dass die Übernachtungszahlen auch im Folgejahr weiter anstiegen, zeige, dass dies eine nachhaltige Wirkung gehabt habe, sagte der Tourismusbeauftragte. Selbst im November hätte es einen Zuwachs von acht Prozent gegeben. Die meisten Besucher kamen Hinsken zufolge aus den Niederlanden, USA und Frankreich.

Erfreulich sei außerdem, dass auch mehr Bundesbürger in ihrer Heimat Urlaub oder eine Geschäftsreise machten. Hier zeige sich die gute konjunkturelle Entwicklung in Deutschland. Die Übernachtungen inländischer Touristen und Geschäftsreisender erhöhten sich laut Statistikamt um drei Prozent auf 307,1 Millionen. Damit verzeichnete der Inlandstourismus insgesamt mit 361,9 Millionen Übernachtungen den besten Wert seit Beginn der gesamtdeutschen Erhebung.

Gefragt sind weiterhin vor allem Städtereisen. In Städten mit mehr als 100 000 Einwohnern stiegen die Übernachtungen überdurchschnittlich um fünf Prozent. Davon profitierte besonders die Hotellerie, die 2007 einen Zuwachs von drei Prozent verbuchte. jul

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