Wirtschaft : Tourismuspolitik: CSU will Urlaub im Inland finanziell fördern

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Familienfreundlichkeit soll auch in der deutschen Tourismuspolitik eine größere Rolle spielen. Weil über ein Drittel aller Familien in Deutschland auf Grund ihres geringen Einkommens keinen gemeinsamen Familienurlaub verbringen können, fordert Ernst Hinsken (CSU), Vorsitzender des Tourismus-Ausschuss im Deutschen Bundestag, die Einführung eines neuartigen Urlaubsgeldes. Pro Kind (bis 14 Jahre) und Tag sollen demnach 25 Mark gezahlt werden. Und zwar einkommensunabhängig, als Abzug im Rahmen der Einkommenssteuererklärung. Voraussetzung ist aber, dass die Familien ihren Urlaub im Inland verbringen. Damit will Hinsken dem - wie er sagt, von Veranstaltern geförderten - Trend zu mehr Auslandsreisen entgegenwirken. Allein dieses Jahr werden von deutschen Urlaubern im Ausland 100 Milliarden Mark ausgegeben, während ausländische Feriengäste hier zu Lande 35 Milliarden Mark lassen. Die Reisebranche erwartet, dass Familienurlaubs- und Familienkurzurlaubsreisen bis 2005 um zwölf Prozent steigen. Bis 2010 soll sich die Zahl der Stellen im deutschen Tourismusgewerbe um 450 000 erhöhen.

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