Wirtschaft : Toys-R-Us schließt Teil der Märkte in Europa Rund 3000 Arbeitsplätze bedroht

PARAMUS/KÖLN (AFP).Der US-Spielwarenkonzern Toys-R-Us schließt oder verkauft 59 seiner Märkte, die meisten davon in Europa.Wie der weltweite Branchenführer am Mittwoch in Paramus (US-Bundesstaat New Jersey) mitteilte, gaben sinkende Umsätze den Anstoß zu der Entscheidung.Neun Märkte sollen in den USA, die restlichen Filialen überwiegend in Europa abgestoßen werden.Der Konzern will auch seine Verkaufsstrategie grundlegend ändern, um mehr Umsatz zu erzielen.

Nach Informationen der britischen Tageszeitung "Financial Times" werden von den Filialschließungen vor allem Deutschland und Frankreich betroffen sein.Rund 3000 Arbeitsplätze seien bedroht.Toys-R-Us betreibt derzeit weltweit 1462 Spielwarenmärkte; in Deutschland ist der Konzern mit 59 Geschäften vertreten.Zur Ankündigung der US-Zentrale wollte sich Toys-R-Us Deutschland am Donnerstag zunächst nicht äußern.Nach Angaben von Konzernchef Robert Nakasone will Toys-R-Us seine Märkte weltweit einer neuen Struktur unterwerfen.Die Umrüstung der Läden und die Filialschließungen werden den Konzern laut Nakasone im dritten Quartal mit fast einer halben Mrd.Dollar (rund 840 Mill.DM) belasten.Toys "R" Us leidet offenbar unter wachsendem Wettbewerbsdruck durch Discountmärkte, die auch Spielwaren in ihr Sortiment aufgenommen haben.

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