Wirtschaft : Transaktion über 57 Milliarden Mark zum zweitgrößten Ölkonzern

Die Übernahme der US-Mineralölgesellschaft Atlantic Richfield Co. (Arco) durch die britische BP Amoco Plc ist von der amerikanischen Wettbewerbsbehörde am Donnerstag nach langen Verzögerungen genehmigt worden. Die Transaktion hat einen Wert von rund 28 Milliarden Dollar (57,1 Milliarden Mark). Damit entsteht der zweitgrößte nichtstaatliche Ölkonzern der Welt. Branchenführer ist die amerikanischen Exxon Mobil, die ihrerseits durch den Zusammenschluss der beiden führenden US-Ölgesellschaften Exxon und Mobil entstanden war.

Die BP Amoco wird die Arco nach der Genehmigung der FTC (Federal Trade Commission) am kommenden Dienstag offiziell im Zuge eines Aktientauschs übernehmen, teilte die Gesellschaft mit. Die fusionierte Gesellschaft wird einen Börsenwert von 200 Milliarden Dollar haben, erklärte BP Amoco. Sir John Browne, der Chef der britischen Gesellschaft, will die Integration beider Firmen in aller Welt nun rasch umsetzen.

Die FTC hatte die Fusion ursprünglich untersagt, weil dadurch die Preise für Mineralölprodukte an der amerikanischen Westküste manipuliert und in die Höhe getrieben werden könnten. BP Amoco und Arco sind die größten Ölproduzenten in Alaska, und der größte Teil des Rohöls wird in Raffinerien an der US-Westküste verarbeitet.

BP Amoco und Arco haben nun den Verkauf der Arco-Operationen an die amerikanische Ölgesellschaft Phillips Petroleum für sieben Milliarden Dollar vereinbart, um den Vorbehalten der Wettbewerbshüter Rechnung zu tragen. Durch den Verkauf wird der Anteil der fusionierten Gesellschaft an der Ölproduktion in Alaska von 70 Prozent auf rund 45 Prozent reduziert. Exxon Mobil hatte gegen den Verkauf der Arco-Öloperationen geklagt, weil das Unternehmen angeblich Vorkaufsrechte hatte.

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